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Der Auswanderungsthread: Andere Modelle - Andere Chancen  

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Pascal Weichert
(@pascal-weichert)
Freiheitskämpfer Silber

@maschinist
Hab ich schon die Regulation erwähnt? DE Plant eine Wegzugs und Entwicklungssteuer(die trifft auch Natürliche Personen) die auch in alle EU Länder gelten soll und nicht gestundet werden soll:
https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Gesetzestexte/Gesetze_Gesetzesvorhaben/Abteilungen/Abteilung_IV/19_Legislaturperiode/Gesetze_Verordnungen/ATADUmsG/1-Referentenentwurf.pdf;jsessionid=DC79BC54D14A02A2E6C53553C5374A24.delivery2-master?__blob=publicationFile&v=4

@ste-fan
Ja da hast du natürlich recht. 
Hab den Satz einfach von Staatenlos.ch übernommen. Deutschland ist selbst heutzutage nicht mein Hauptzielmarkt. Hätte ich gewusst, dass ihr den Kommentar so spannend findet, hätte ich ihn anders Formuliert ^^
Für mich Persönlich geht es darum Dinge machen zu können, die in DE relativ schwer gehen aufgrund der Regulation (nimm allein das Streaming Thema, ist nur ein beispiel von vielen), an einem Ort wo Digitalunternehmer noch Freiheiten und bessere Rahmenbedingungen haben. Wo man bestimmte Geschäftsmodelle einfacher realisieren kann. Da bin ich mit vielen Unternehmern grade in Kontakt. Ist natürlich schwierig, wenn ich hier nicht genau auf die Modelle eingehen möchte. 

Mein erster Beitrag ging nur auf die VAE ein, da die Aktuelle Situation doch vlt. zu einer großen Chance führen kann. Die anderen, und meine Gedanken dazu, würd ich das nächste mal expliziter vorstellen. Mit Auswanderung meine ich schon in dem Land ne Basis aufzuschlagen. 

Wenns einen nur um die Steuern ging. Naja dann sollt man als (Wachstums)Unternehmer vlt. nicht aus DE abwandern. Mit ner Holding kann man Effektiv zu 1,5-1,6% Wachsen. Aktienkursgewinne sind in der auch frei. Wenn man dann wie ich nur sehr wenig zum Leben braucht. Mit 11k pro Jahr auskommt, kommt man in DE auch mit wenig Steuerlast zu Million. Mit ner Organschaft (Holding und Ergebnisabführungsvertrag) samt 100% Thesaurierung sollte auch Potenzial drin sein. (Ohne Strukturkosten) Ein Mensch den ich sehr schätzte sagte mal zu mir: "Pascal. Regel Nr.1 nie Dinge aus Steuergründen machen." 

Nur wenn Deutschland allein sagt, Streaming geht nicht (und sich im Nachhinein Politik wundert, warum ganz Internet Deutschland in Zypern, Maderia oder Dubai lebt)... 

Bei Österreich habt ihr sowas von recht. Wien fand ich auch super schön. Habe ich als sehr Lebenswert wahrgenommen. Auch die Menschen als sehr höflich. 
(Hab eben mit einer noch 4h geskypt) 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 12. Juni 2020 01:27
Natman mag das
Pascal Weichert
(@pascal-weichert)
Freiheitskämpfer Silber

Schachtelprivileg, ne wichtige Sache ausgelassen:
Das Schachtelprivileg sagt aus 100% "Steuerfrei" aber 5% Nichtabzugsfähige Betriebsausgaben, bei der Mutter. Ja schon öfters erwähnt.
Dieses wird aber nur gewährt, wenn die Dividende in der Tochter versteuert worden sind. Sprich mindern den Gewinn der Tochter nicht.  -> Tochter bezahlt ca. 30% Steuer Mutter ca. 1,5%. 
§ 8b Abs. 1 S. 2 KStG
§ 8b Abs. 3 KStG

Und deshalb liebe Leute, ist es wichtig nicht alles im Internet geschriebene zu Glauben. Besonders nicht von mir. 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 14. Juni 2020 20:00
SweetNSour
(@sweetnsour)
Freiheitskämpfer Gold

Ich zahl freiwillig den Preis einer ganzen Kuh bloss für ein ranziges Glas Magermilch

Über die anstehende europäische Finanzrepression habe ich mich hier schon in einem anderen Post im letzten Jahr etwas geäussert. Dass man dabei vor allem über private Vermögensgelder herfallen wird, ist fast schon so sicher wie das Amen in der Kirche. Daher ist es unabdingbar, dass man einen Plan in der Schublade hat, um den feuchten Träumen der deutsch-europäischen Öko-Stalinisten und deren Schadens-Maximierungs-Absichten auszuweichen um im Fiskus-Riesenslalom einen Podestplatz zu ergattern. 

Kapitalverkehrsteuer

Eine Kapitalverkehrsteuer gibt es aktuell schon in Frankreich, Belgien, England und Italien. In DE bestand eine Kapitalverkehrsteuer von 1921 bis 1991. Seit 2014 wird von der EU Kommission über eine europäische Lösung beraten. Zur Debatte steht zum einen das Modell der "Tobin-Steuer", welche den Kapitalmarkt stabilisieren soll, indem der internationale Devisenhandel zwischen 0,05% und 1% besteuert wird. Das soll vor allem kurzfristig orientierte Devisenspekulationen verhindern. Ein weiteres Modell ist die "Robin-Hood-Steuer", die alle Finanzprodukte zwar geringer, aber dafür ausnahmslos besteuern soll. Anders als bei der "Tobin-Steuer" steht bei der "Robin-Hood-Steuer" nicht die Stabilisierung des Kapitalmarktes im Fokus, sondern die durch diese Steuer generierten Einnahmen. Diese sollen verwendet werden, um die nationalen Haushalte zu sanieren und internationale Hilfsprojekte zu finanzieren.

Wegzugsbesteuerung

Bei der Wegzugsbesteuerung werden nicht-realisierte Gewinne aus Anteilen (Beteiligung über 1%) an Kapitalgesellschaften nach einer Wohnsitzverlagerung ins Ausland zusätzlich versteuert. Das schränkt Bürger dabei ein, ihren Wohn- und Steuersitz frei auszuwählen und der Staat möchte dadurch die Kapitalflucht aus DE unattraktiver machen. Historisch wurde auch schon zu anderen Massnahmen gegriffen, um die Kontrolle über die Finanzmittel im Land zu halten. Das betrifft Auslandsüberweisungen, Bargeld- und Edelmetallbeschränkungen. Alternative, schwer kontrollierbare Assets sind dem Staat natürlich nicht besonders willkommen. Eine Flucht aus der eigenen Währung möchte der Staat so gut wie möglich unterbinden.

Enteignung

Nach Artikel 14 Absatz 3 Satz 2 des Grundgesetzes hat der Staat die Möglichkeit, den Bürger durch eine Sondersteuer zur Kasse zu bitten. Das ist aber nur in aussergewöhnlichen Sonderfällen möglich und muss entsprechend begründet werden. Eine Bankenkrise mit systemgefährdendem Ausmass wäre solch ein Grund.

Lösungsansätze

Interpretiert diesen Hinweis auf keinen Fall als Ermutigung zur Steuerhinterziehung!

Ein sinnvoller Ansatz, das eigene Vermögen für den Staat weniger angreifbar zu machen ist, dieses aus seinem direkten Einflussgebiet und bestenfalls sogar aus dem Einflussgebiet der EU hinauszuschaffen. Man sollte sein Geld bei einer stabilen und sicheren Bank in einem Staat lagern, der über ein strengeres Bankengeheimnis und einen höheren Vermögensschutz verfügt als EU-Staaten. Wenn man eine Firma in einem Staat ausserhalb der EU gründet und deren Vermögen zudem nicht in der EU geführt werden, dann ist man der schleichenden und zunehmenden Finanzrepression einen ordentlichen Schritt voraus. Das bekannteste Beispiel hierfür ist das klassische Schweizer Konto. Die Schweiz ist allerdings in den letzten Jahren besonders in steuerlichen Angelegenheiten immer kooperativer geworden und tauschte im Jahr 2018 schliesslich - nachdem sie 2014 der OECD-Erklärung zum automatischen Informationsaustausch (AIA) in Steuerfragen beigetreten war - erstmals Daten mit anderen Ländern aus. Trotzdem wird ein Schweizer Konto nach wie vor wesentlich sicherer vor Enteignung sein als ein deutsches, allein schon im Hinblick auf die Enteignungs-Historie der Länder. Natürlich gibt es neben der Schweiz viele weitere Jurisdiktionen (schon im anderen Post erwähnt), die gegebenenfalls noch stärker "offshore" sind. Konten in Georgien, Malta, Jersey, Singapur oder in den Vereinigten Arabischen Emiraten sind dabei äusserst interessant. Auch Grossbritannien kann nach dem Brexit eine interessante Option werden. Unter Experten gelten die USA schlechthin als die grösste und beste Steueroase der Welt. Ob das so bleibt, ist nicht eindeutig, aber in puncto Verstaatlichungen und Zugriff auf Privatvermögen können die USA eine recht solide Bilanz aufweisen. Vergessen sollte man nicht, dass noch unter Präsident Carter Spitzensteuersätze (Federal, State und Municipal Taxes) von über 60% keine Ausnahme waren. Bei der Wahl einer Offshore-Jurisdiktion sollte man sich stets über einige Faktoren im Klaren sein, welche die Praktikabilität eines dortigen Kontos beeinflussen können. Ein wesentlicher Faktor ist die Reputation des Landes und der Bank.

Hier die Kernfaktoren zur Ermittlung der Reputation eines Landes:

  1. Allgemeines öffentliches Bild (Was denkt die Welt über dieses Land?)
  2. Politische Stabilität (stabile Regierung/Demokratie?)
  3. Geografische Stabilität (Naturkatastrophen?)
  4. Finanzielle Stabilität (Wirtschaftskrise, Inflation oder Staatsverschuldung?)
  5. Kriminalität und Korruption (geschäftsfreundlich?)
  6. Transparenz (Aktivitäten nachvollziehbar?)
  7. Freiheit (totalitär oder frei?) und Justiz (gerecht oder ungerecht? grosszügig oder hart?)
  8. Schwarze Liste der EU von nicht-kooperativen Ländern (Auf Konten und geschäftliche Aktivitäten in den dort aufgeführten Staaten sollte verzichtet werden.)

 

Das Offshore-Prinzip funktioniert als Schutz vor der Finanzrepression für private Konten bestenfalls ausreichend: Die Enteignung von Geldern auf Konten im Ausland kann mit kleinstem rechtlichen Aufwand vom Staat durchgesetzt werden. Offshore-Unternehmen – vor allem jene ohne operative Gewinne – hingegen erhöhen die Sicherheit gegenüber Staatseingriffen erheblich!

Nicht alle Unternehmen müssen gleich in eine Offshore-Jurisdiktion umgesiedelt werden. Wenn eine Offshore-Firma als Muttergesellschaft einer Struktur gewählt wird und intelligente Massnahmen ergriffen werden, kann es die Wahrscheinlichkeit eines Staatseingriffes sehr stark reduzieren. Man muss hierbei vorsichtig agieren, da es viele rechtliche Fallen gibt. Dabei kann es leicht passieren, dass aus Versehen ungünstige Steuerstrukturen entstehen, sodass man doppelt und dreifach steuerpflichtig wird (Doppelbesteuerungsabkommen beachten) oder eine doppelte Buchführung erforderlich ist. Interessante Möglichkeiten für Offshore-Unternehmen stellen beispielsweise Florida LPs oder Georgien LPs dar. Kapitalgesellschaften wie die GmbH oder Holding- Strukturen bieten wenigstens einen gewissen Schutz. Bei Finanzrepressionen geht es fast immer den ungeschützten Privatvermögen an den Kragen und nicht den Körperschaften.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 15. Juni 2020 19:55
Pascal Weichert
(@pascal-weichert)
Freiheitskämpfer Silber
Veröffentlicht von: @sweetnsour

Wenn man eine Firma in einem Staat ausserhalb der EU gründet und deren Vermögen zudem nicht in der EU geführt werden, dann ist man der schleichenden und zunehmenden Finanzrepression einen ordentlichen Schritt voraus

Müssen dem Finanzamt bei Lebensmittelpunkt DE Deklariert werden. Und die Wegzugsbesteuerung ist auch bei einer Stillen Gesellschaft mit ner Mio an Verwalteten Vermögen nicht ohne. Aber die Fallen sprachst du ja schon an Smile Das ist auch der Grund warum es besser wäre für mich ende diesen Jahres als Anfang nächsten Jahres auszuwandern. Auch würd man so der unbeschränkten Steuerpflicht umgehen. Zur Steuerhinterziehung würde ich auch niemanden Raten. Nur zur Optimierung. 
Deshalb besser für mich erst Auswandern und dann im Ausland gründen. 

Im großen und ganzen sprichst du sehr wichtige Punkte an @sweetnsour. Darf man fragen woher du deine Infos beziehst?

Die Wegzugsbesteuerung kommt in der gesamten EU weils ne Richtlinie ist... (OECD ATAD Richtlinie)  

Allein aus Assetprotection gründen nicht alle Eier in einem Korb legen. 
Ich hab das Gefühl, Georgien wird bald mächtig durch den Kakao gezogen.
Weiß nur nicht warum (die Mail ging an Christoph Heuermann, Staatenlos.ch)

104439854 4554268594598763 768661342741903789 o (1)

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 16. Juni 2020 19:13
SweetNSour mag das
SweetNSour
(@sweetnsour)
Freiheitskämpfer Gold

@pascal-weichert

MDR ist ein Zwangsgebühren finanzierter Gesellschaftsumformer, welcher das Armbeugen-Hustende Trash-Publikum auch gerne mal zu Gunsten der Staatspropaganda in den offenen Fahrstuhl schubst. Und natürlich handelt MDR hier ausnahmsweise mal im Interesse der geistigen sozialistischen Volksaufklärung, auch wenn Frau Trostlos ihre Tweets nicht öffentlich machen darf...

image

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 16. Juni 2020 19:38
SweetNSour
(@sweetnsour)
Freiheitskämpfer Gold
Veröffentlicht von: @pascal-weichert
Veröffentlicht von: @sweetnsour

Wenn man eine Firma in einem Staat ausserhalb der EU gründet und deren Vermögen zudem nicht in der EU geführt werden, dann ist man der schleichenden und zunehmenden Finanzrepression einen ordentlichen Schritt voraus

Im großen und ganzen sprichst du sehr wichtige Punkte an @sweetnsour. Darf man fragen woher du deine Infos beziehst?

Darf ich hier nicht publik geben. Einerseits bin ich selbst seit zwei Dekaden in legale Konstrukte dieser Art und Weise involviert, andererseits habe ich Kontakt zu einem kleinen Ratgeber-Team, welches die Dinge auch gerne mal beim Namen nennt.   

AntwortZitat
Veröffentlicht : 16. Juni 2020 19:44
(@alex_t)
Aktiver Freiheitskämpfer

Nachdem ich praktisch in der Hauptstadt des Themenlandes sitze kann ich vllt. mal ein paar Gedanken beisteuern. Ich arbeite mittlerweile seit vielen Jahren im Mittleren Osten, die aktuelle Corona-Krise ist sicher unschön aber Weltuntergangsstimmung herrscht hier nicht. Gibt wieder etwas mehr Redundancies (alle Jahre wieder... vor Sommerbeginn - dieses mal nur etwas extremer), angepasste Budgets und dann geht’s mit "Business as unusual" weiter.

Geht Dubai pleite springt Abu Dhabi wie damals ein und lässt sich das teuer bezahlen...

1. Ölpreisschock 

Staatsausgaben werden etwas eingeschränkt, das war es aber auch. 
2. Toristenschock

Ich arbeite selbst in dem Sektor und finde die aktuelle Bereinigung gesund. Das klingt wohl etwas drastisch, aber die Menge an Restaurants & Hotels die in den letzten Jahren aus dem Boden geschossen sind zerstören den Markt (2018 - 1100 neue Restaurants... und nein da ist kein Zahlendreher drin). Sicherlich gehen unheimlich viele Jobs verloren (muss mein Team selbst um 15 - 20% verkleinern), aber der Gesamtmarkt pendelt sich in 12 - 18 Monaten sicherlich wieder auf einem normaleren Niveau ein. Natürlich hängen die VAE vom Tourismus ab (abgesehen von Abu Dhabi, da hat man genug Geld), aber das gesamte Land arbeitet recht stark an Recovery Plaenen. Ob es nur gute PR oder wirklich sinnvoll ist sei mal dahingestellt, es ist einfacher einen Stadtstaat als "Virus-Sicher" zu erklären und ein paar Mio. Einwohner zu testen als z.b. sowas in Deutschland durchzuziehen. Wir haben mittlerweile recht extreme Auflagen, High-Risk Jobs mit Gästekontakt müssen alle 2 Wochen zum Test, Abu Dhabi ist seit 2 Wochen abgeschottet und macht Massentests usw... 

3. Immobilienschock

Finger von Immobilien hier lassen. Der Gesamtmarkt ist absolut überbaut und die Bauqualität ist teilweise unterirdisch (die State-Developer sind allerdings Bautechnisch meistens nicht verkehrt). Der Leerstand ist für Residents wie uns grandios, da man eigentlich jedes Jahr weniger Miete zahlt wenn man gut verhandelt oder die Jahresmiete in 1-2 Schecks zahlen kann. Wenn du mal bischen kucken willst, Bayut oder Dubizzle sind nicht verkehrt. 

Schlussendlich kann ich mal etwas Fantasie einfließen lassen: Das Verhältnis zu Israel normalisiert sich mehr und mehr, mit Qatar verträgt man sich auch bald wieder und der Iran (gro-es und teilweise wohlhabendes Land) ist ansich auch kein schlechter (Geschäfts)Nachbar der Dubai als Zugang braucht.

4. Fee Schock

Ist alles nur auf Hold - in 12 Monaten wird wieder angezogen. Man gewöhnt sich irgendwann dran, im Alltag macht sich die VAT mittlerweile kaum bemerkbar. Die Internetrechnung von 75 Euro pro Monat finde ich tragischer (Standard Package .... das Problem wenn man keinen Konkurrenzkampf hat)

Reduzierung der Tickets....  50% sind hier trotzdem noch n Batzen (Such mal nach Tram Fine - Dubai Marina )  https://www.rta.ae/wps/portal/rta/ae/home/about-rta/fines

 

Fazit: Es lebt sich hier sicherlich nicht schlecht, aber wenn man keinen Spass daran hat mit zig Nationen zu leben und Reisen allgemein top findet glaube ich dass das Auswandern zu Steuersparzwecken keinen wirklichen Sinn macht und (dauerhafte) Freude bringt. Das... trotz all dem ganzen Sand ist naemlich wirklich das beste hier...

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 20. Juni 2020 18:58
SweetNSour, reinvest, Max und 2 User mögen das
SweetNSour
(@sweetnsour)
Freiheitskämpfer Gold

Kann ich nur bestätigen. Auswandern hat immer eine Kehrseite, die unangenehm werden kann. Da braucht's schon etwas mehr als nur preiswertes Leben und warmes Wetter.

  • Behördengänge können in einigen Ländern sehr schnell zum Spiessrutenlauf werden
  • Sprachliche Probleme, vor allem abseits der internationalen Zentren
  • Dauerhafte Aufenthaltserlaubnis, in einigen nicht EU Ländern nur erschwert zu bekommen
  • Aufbau von Freundschaften, durch zu grosse Distanzen sehr schwierig
  • Beim Reisen ist man immer den Gefahren des üblen Straßenverkehrs ausgesetzt
  • Arbeitsbedingungen (zB Fernost) auch nicht gerade ein Zuckerschlecken
  • Arbeitsbewilligung in einigen nicht EU Ländern auch nur erschwert zu bekommen 
  • Mehrkosten für die Schule der Kinder, sofern man Wert auf einen Internationalen Standard legt
  • Gesundheitsversorgung abseits der internationalen Zentren oft sehr fraglich
  • Bei der Auswahl der Unterkunft gilt es in best. Ländern besonders auf die Sicherheit zu achten
  • Der ewige Kampf mit den Klimaanlagen, besonders für Allergiker 
  • Die natürlichen Risiken, vor allem in Regionen, in denen Erd- und Seebeben vorkommen 
  • Auf Schwarzbrot, Wurst und deutsches Bier muss man vielerorts auch verzichten können

 

Hinzu kommen extreme klimatische Bedingungen. In bestimmten Ländern, wo es im Winter noch schön warm ist kann's im Sommer brütend heiss werden, obendrauf kommen noch völlig befremdliche Regengüsse.

Ich empfehle jedem, der mit diesem Gedanken spielt, sich erst mal auf eine 2 Jahres Planung fest zu legen, so dass das Türchen zurück in die Heimat nicht ganz verschlossen bleibt.  

Da ich alle die Erfahrungen bereits zwei Male machen durfte bevorzuge ich es inzwischen, den Winter für ein paar Monate an der Wärme zu verbringen. So bleibt mir vieles erspart, was ich sonst als Expat über mich ergehen lassen müsste.  

AntwortZitat
Veröffentlicht : 21. Juni 2020 12:43
reinvest, Maschinist und Max mögen das
(@ste-fan)
Aktiver Freiheitskämpfer

@sweetnsour

Bei "landestypischer" Kueche und dem jeweiligen Klima kann man wohl nicht viel machen ausser es zu akzeptieren oder nicht..

Der groessere Teil der anderen genannten Probleme duerfte wohl hauptsaechlich im Zusammenhang mit bestimmten Laendern der dritten Welt auftreten, waehrend manche Probleme (z.B. mit Aufenthaltsstatus) ein Indikator dafuer sein koennten dass das Land weniger vom Einwanderer ueberzeugt ist.

Es gilt wohl i.A. dass die meisten Laender der Welt gewisse Bedingungen erfuellt sehen wollen bevor man rein kann (D mal ausgenommen....) - dies vorher abzuklaeren erspart einem u.U. Geld und Frust.

Im Falle Pascals wird dies bedeuten dass er entweder bestimmte Faehigkeiten oder eben finanzielle Mittel mitbringen muss welche ihm fuer bestimmte Laender den Eintritt ermoeglichen.

Bei den UAE sind die Bedingungen bzgl. der (temporaeren) Einwanderung ja recht klar - gefaellt ihm das Land und er erfuellt die Erwartungen des Landes dann duerfte es kaum Probleme geben. Selbiges gilt prinzipiell fuer alle anderen Ziele...

AntwortZitat
Veröffentlicht : 21. Juni 2020 15:21
(@alex_t)
Aktiver Freiheitskämpfer

@SweetNsour: 

stimme dir da vollkommen zu, du hast einen Gro-teil der Probleme recht gut beschrieben. Es ist inbesondere im Alleingang wirklich schwierig, für Behoerdengaenge haben sogut wie alle Firmen hier nen Government Rep., der die richtigen Leute kennt und schnell helfen kann, wenn es hier und da mal klemmt. Wir merken das gerade beim Visa unseres Sohns. Ohne Hilfe mutiert sowas zu nem ganzschoenen Mamutprojekt weil wieder irgendwo ein Stempel gefehlt hat.

Kommt man mit Familie und ohne AG der zumindest die gro-en Kosten wie Schule, Miete & Versicherung nicht zur Hälfte abdeckt wird es teuer (das Frugalisten-Extrembeispiel: Whng in Bur Dubai & Billigversicherung lassen wir mal weg)

Die etwas abenteuerlichen Länder sind gewöhnungsbedürftiger, in Westafrika hatte ich damals 3 Krankenversicherungen von meinem Arbeitgeber und nen eingezäunten & bewachten Wohnkomplex. (hat trotzem Spass gemacht)

Deutsches Essen bekommt man eigentlich recht gut wenn man ordentlich plant, FRA und MUC haben tolle Supermärkte in denen man vor Abflug noch die letzten Gramm aus dem Gepaeckmaximum quetschen kann. 

Das wichtigste ist wie damals in dem Freiheitskaempfer-Beitrag von mir geschrieben: man muss Lust drauf haben. Steuern sparen ist da glaube ich der falsche Beweggrund. Ohne Gefallen an dem ganzen wird es schnell zum Alptraum, weil (je nachdem auch sehr) vieles eben doch irgendwie anders ist. An das Klima gewoehnt man sich, Hitze find ich nichtmal schlimm. Die Luftfeuchtigkeit macht einen eher kaputt.

Die UAE lassen sich ja relativ einfach Probleleben... sind nur 6 Stunden Flug, Visa gibt es bei Ankunft und n AirBnB oder n' Serviced Appartment in Dubai ist recht fix gebucht. Buch das für 8 Wochen (internationale Flüge sind glaube ich ab dem 23.6 wieder ohne weiteres machbar) und schau dir an ob es dir taugt. Das ist 100x besser als zuviel Recherche im Internet. 

 

 

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 21. Juni 2020 17:22
Pascal Weichert
(@pascal-weichert)
Freiheitskämpfer Silber

@alex_t
Danke für eure Antworten. 
Hatte auch schon überlegt alla Aaron erstmal einen Testbalon in "wie lebt es da / bin ich produktiv" zu starten, weil das Dümmste wär halt, wenn man in 3 Monaten merkt, nee das Passt nicht zu mir.

Was soll ich sagen, da kam ne Pandemie dazwischen, die meinen Zeitplan a little bit zusammnegeschrumpft hatte. Ist vermutlich aber dennoch das Sinnigste. Die Regulationsänderungen ziehen da ja noch n engeres Zeitlimit hin. Das einzige welches man jetzt direkt Testen könnte, wär Zypern. Nur grade im Hochsommer, wollt ich da net sein. Flüge gibts aber wieder. 
Zypern könnte man auch als Sprungbrett benutzen. Und ich weiß ich wiederhole mich hier drin oft, Regulation ist das was mich aus DE treibt. 

Veröffentlicht von: @sweetnsour

Auf Schwarzbrot, Wurst und deutsches Bier muss man vielerorts auch verzichten können

Ich musste lachen, als ich das gelesen hab^^ So eine Deutsche Antwort, auch wenn sie natürlich richtig ist. (Nofront) Alles drei dinge, die ich nicht konsumiere Grin (Vlt. ist deshalb mein Syrischer Mitbewohner so stark davon überzeugt, dass ich nicht aus DE komme) Aber im großen und ganzen hast du recht. Für mich ist der Tradeoff -> Unternehmerisch mehr machen zu können und das ist mir wichtig. 

Vielen Dank aber weiterhin für euren sehr hilfreichen Input. Für mich steht halt fest, die Dinge die ich gerne machen kann darf ich nicht in Deutschland. Das ist wie als ob man einer Lesbischen Frau für die Liebe  die Steinigung anbieten, natürlich wird man dann möglichst das Land wechseln. Obwohl Deutschland sehr viele gute Seiten hat, von denen ich mir durchaus bewusst bin. 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 21. Juni 2020 18:44
SweetNSour
(@sweetnsour)
Freiheitskämpfer Gold
Veröffentlicht von: @pascal-weichert
Veröffentlicht von: @sweetnsour

Auf Schwarzbrot, Wurst und deutsches Bier muss man vielerorts auch verzichten können

Ich musste lachen, als ich das gelesen hab^^ So eine Deutsche Antwort, auch wenn sie natürlich richtig ist. (Nofront) Alles drei dinge, die ich nicht konsumiere Grin (Vlt. ist deshalb mein Syrischer Mitbewohner so stark davon überzeugt, dass ich nicht aus DE komme) Aber im großen und ganzen hast du recht. Für mich ist der Tradeoff -> Unternehmerisch mehr machen zu können und das ist mir wichtig. 

Vielen Dank aber weiterhin für euren sehr hilfreichen Input. Für mich steht halt fest, die Dinge die ich gerne machen kann darf ich nicht in Deutschland. Das ist wie als ob man einer Lesbischen Frau für die Liebe  die Steinigung anbieten, natürlich wird man dann möglichst das Land wechseln. Obwohl Deutschland sehr viele gute Seiten hat, von denen ich mir durchaus bewusst bin. 

Naja, und ich als nicht Deutscher weiss, was ein Deutscher im Ausland wirklich braucht 😎 

Trotzdem, aus unternehmerischer Sicht eine Auswanderung zu planen ist nicht unbedingt nötig. Da gibt's noch genug Möglichkeiten, auch wenn Merkel und ihre Sippschaft alles dafür tut, das deutsche Unternehmertum endgültig gegen die Wand zu fahren.

Immer dran denken: Der Fisch sieht auch nur den Köder, nicht aber den Hacken...

AntwortZitat
Veröffentlicht : 22. Juni 2020 01:12
Max
 Max
(@max)
Aktiver Freiheitskämpfer

Blackwater betreibt seine Seite nun auch juristisch gesehen aus dem Ausland, ist aber als Person dennoch in Deutschland geblieben.

https://blackwater.live/2020/07/10/update-07-2020/

AntwortZitat
Veröffentlicht : 11. Juli 2020 17:13
SweetNSour
(@sweetnsour)
Freiheitskämpfer Gold
Veröffentlicht von: @max

Blackwater betreibt seine Seite nun auch juristisch gesehen aus dem Ausland, ist aber als Person dennoch in Deutschland geblieben.

https://blackwater.live/2020/07/10/update-07-2020/

Das ist auch kein Problem, ein solches Offshore-Konstrukt zu betreiben. Es kommt auf die akzeptierte Rechtsform an (Kapital- oder Personengesellschaft). Bei einer Kapitalgesellschaft kann es sein, dass in Deutschland die Körperschaftssteuer, Gewerbesteuer und Abgeltungssteuer auf die ausgeschütteten Gewinne fällig wird. Anders ist es bei einer Personengesellschaft.

Ein wichtiger Punkt ist, wie man den Rückfluss in Form von Spesenaufwand, Dividenden, "fringe Benefits" etc. aus einer Offshore-Firma nach DE auf's private Konto bekommt, ohne dass man bestehende Gesetze verletzt aber dem deutschen Fiskus gleichzeitig einen Logenplatz im Regen verschafft. Da kenne ich mich in Deutschland nicht aus.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 11. Juli 2020 20:34
Dr.Bundy mag das
Dr.Bundy
(@dr-bundy)
Aktiver Freiheitskämpfer

Das gefällt mir, die VAE mit Qatar usw. finde ich interessant. Hast du zufällig paar Zahlen rund um Fachärzte? So viel ich weiss, werden auch dort welche gesucht und mit guten Verträgen belohnt.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 19. Juli 2020 16:04
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