Freiheitskämpfer Interview 13 – Jakeharper auf schneller Fahrt

Veröffentlicht am
Teile die Freiheitsmaschine

Freiheitskämpfer Interview 13 Immobilien und AutosDie Freiheitskämpfer Interviews! – Menschen bis 35 & mit selbsterschaffenem sechsstelligen Vermögen berichten über Ihre Motivation, Ihren Lebensweg und Ihre Träume für ein freieres und selbstgestaltetes Leben.

Wir schreiben die Nr. 13 – Jakeharper als Familienvater, Immobilieninvestor und Autoliebhaber.

Er hat sich zusammen mit seiner Frau ein schönes Vermögen im Immobilienbereich aufgebaut und kann schon jetzt die Früchte davon genießen.

 

Auf geht’s Jake!

 

  • Wie alt bist Du (& der Partner falls vorhanden), wie lange seid Ihr schon zusammen und habt Ihr Kinder?
Ich bin 35 und meine Frau ist 32. Verheiratet sind wir noch gar nicht so lange, aber immerhin 16 Jahre zusammen. Wir haben einen 3-jährigen Sohn.

 

  • Wo auf der Welt lebst Du / Ihr (in der Stadt oder auf dem Land)?
Wir wohnen in Baden Württemberg, bei Karlsruhe und sind, als das Kind kam, aufs Land gezogen, ohne allzu weit weg von der Stadt zu sein. Aber wir genießen die Ruhe und das Zusammenleben in einer kleineren Gemeinde, die sehr kinderfreundlich ist und wo wir umgeben sind von vielen Familien und einer richtig „heilen Welt“.

 

  • Wie sieht Dein bisheriger Lebensweg aus und welche beruflichen wie privaten Erfahrungen hast Du dabei gemacht?
Meine Eltern brachen mir früh bei, Geld beiseite zu legen, sparsam zu sein und etwas erreichen zu wollen. Natürlich kann man erstmal nicht viel damit anfangen, aber Anfang 20 hat es klick gemacht und die richtigen Grundsteine wurden gelegt. Ich bin äußerst dankbar dafür, dass meine Eltern mir diese Einstellung mitgegeben haben, sonst stünden wir heute nicht da wo wir sind. Sie haben mir aber auch einen sehr klassischen Weg als Angestellter nahegelegt (Junge, geh in eine große Firma…), so dass ich es etwas schade finde, dass nicht eher der Wunsch entstand, mehr eigenes auf die Beine zu stellen.
Ein „9 to 5 Job“ mag für manche zufriedenstellend sein, aber das Hamsterrad dreht und dreht sich eben. Auch wenn der Beruf keine Qual ist, fragt man sich doch, was man gerade sonst alles mit den 8 Stunden anstellen könnte, die man am Arbeitsplatz des porschefahrenden Arbeitgebers verbringt.
Das soll im Übrigen auf keinen Fall den porschefahrenden Unternehmer diskreditieren. Wer ein großes Unternehmen erfolgreich leitet und vielen Leuten Arbeit gibt, hat das gute Recht seine (oft ja eher rare) Freizeit in vollen Zügen zu genießen. Ich kenne eigentlich keinen Neid, sondern nur Anerkennung. Aber bevor ich jetzt ins politische abdrifte, lieber wieder zurück zur Frage.
Nach der mittleren Reife hatte ich keine Lust mehr auf Schule. Ich wollte Geld verdienen, ein Auto kaufen und vom eigenen Geld leben und habe eine kaufmännische Lehre begonnen. Nach der Ausbildung ging es schnell Richtung IT – aus heutiger Sicht natürlich eine goldrichtige Entscheidung. Zwar recht langsam aber stetig ging es auf der Karriereleiter bergauf, so dass ich heute als Teamleiter im IT-Umfeld weniger technisch unterwegs bin, es mir aber sehr Spaß macht, auch mal zwischenmenschliche Probleme zu lösen.

 
Vermögensaufbau trotz Autoleidenschaft

 

Irgendwann merkte ich, dass ich nebenher gerne noch mehr erreichen möchte. Da solche Nebenschauplätze ja eher durch Interessen/Hobbys entstehen, fing ich an, mich für Webdesign zu interessieren und verband meine Hobbys (Computerschrauben & Autos) damit und konnte im Laufe der Zeit zwei Internetplattformen gründen und erfolgreich betreiben, die einige tausend User anzogen, und zum Teil auch ein paar Einnahmen generierten. So leckt man Blut und kommt in Berührung damit, was es heißt ein „Unternehmen“ alleine zu führen. Kaufmännisches, technisches, organisatorisches, Events, Steuern und vieles mehr. Leider fehlt noch der Schritt zu einem richtigen Unternehmen, dazu später mehr.
Ich lebte äußerst sparsam (bis auf das Hobby Auto) und legte eine Menge Geld beiseite. Diese sparsame Zeit war die Basis für alles, was folgte. Ich/wir lebten in Wohnungen, die unseren Bedarf soeben erfüllten, damals auch noch zu äußerst humanen Mietkosten. Vom gesparten Geld konnte ich unsere erste Immobilie bar kaufen. Ich begann, mich verstärkt für Finanzen im Allgemeinen zu interessieren und so nahmen die Dinge ihren Lauf…
Seit ca. 6 Jahren setzen wir auf Immobilien, so dass ein zweiter Einkommensstrom entstand. Die erste Immobilie haben wir wie gesagt bar ohne Kredit gekauft und zuerst selbst bewohnt. In der Zeit konnten wir gut sparen. Sie bringt natürlich heute einen guten Cashflow und bezahlt einen großen Teil der Rate der größeren Wohnung, die wir uns nach der Geburt des Kindes zur Eigennutzung geleistet haben. Später ergab sich nochmal ein günstiger Kauf im gleichen Haus, so dass wir nun drei Immobilien besitzen. Auf dem Papier sind wir in 3 Jahren schuldenfrei und spätestens wenn die Kredite auslaufen (wir haben nie länger als 10 Jahre abgeschlossen und tilgen sehr hoch) wird es extrem entspannt auf dem Konto. Das monatliche Einkommen soll parallel ein wenig anwachsen durch Aktien, Dividenden und weitere Investments.
Die Immobilien haben wir zu Preisen von rund 1.500 – 1.800€ der Quadratmeter gekauft, was nach meiner Einschätzung noch einigermaßen gesund war. So bleibt etwas Puffer, wenn die Preise doch mal wieder fallen. Das Verhältnis zu den Mieteinnahmen ist somit auch noch ok. Nicht berauschend, aber nach Steuern immerhin bei knapp 4%. Die Kredite sind dank durchschnittlich 1,2% Zinsen nicht besonders teuer.
In der bisherigen Zeit als Vermieter haben wir nur gute Erfahrungen gemacht. Wir schauen uns die Interessenten sehr genau an und alle sind äußerst pfleglich mit unserem Eigentum umgegangen. Wir versuchen, ein eher freundschaftliches Verhältnis zu pflegen. Bei Reparaturen sofort kümmern und bei Kleinigkeiten entgegenzukommen, das macht beiden Seiten am Ende happy.

 

  • Wie hoch ist Dein / Euer aktuelles jährliches Nettoeinkommen. Wie hat es sich entwickelt und wie sieht die weitere Entwicklungsmöglichkeit in Deinem Bereich aus?
Unsere Nettoeinnahmen liegen inkl. Mieteinnahmen bei knapp 65.000€ im Jahr. Aktuell ist das weniger als früher, da wir uns den Luxus gönnen, viel für das Kind da zu sein und auch Freizeit zu haben. Zum Vergleich: Als wir beide voll gearbeitet haben, hatten wir netto ca. 12.000€ mehr im Jahr zur Verfügung. Meine Frau arbeitet nur wenige Stunden in der Woche und ich habe auch reduziert. Ich habe im Angestelltenverhältnis mein großes Ziel erreicht, auf eine 4-Tage Woche zu gehen und habe mir damit einen großen Traum erfüllt. Freizeit heißt aber nicht, auf dem Sofa rum zu gammeln. Wir arbeiten an weiteren Zielen und Projekten (Nebengewerbe) und kümmern uns um unsere Investments.
Unser Ziel ist es eher nicht, noch mehr Einnahmen durch Karrierejobs zu generieren, sondern eine solide Einkommensbasis zu schaffen und unabhängiger vom Angestelltenverhältnis zu werden und das zu tun, was uns Spaß macht.

 
Urlaub und Entspannung trotz Beruf und Familie

 

  • Würdest Du Deine / Eure berufliche Tätigkeit anderen Menschen empfehlen, wenn es um die Punkte Einkommen, Entwicklungsmöglichkeiten und persönliche Erfüllung geht und was sind die Gründe dafür?
Generell haben Berufe in der IT natürlich Zukunft. Ich würde aber jedem raten, sich nicht auf einem Einkommensstrom auszuruhen. Ich habe aber auch Freunde, die machen ihren Beruf so gerne, dass sie das wahrscheinlich bis zur Rente tun werden, ohne zu jammern. Auch das ist zu akzeptieren. Es ist also nicht nur eine Frage der Berufswahl, sondern auch der eigenen Interessen und Ziele. Ich könnte als IT-ler freiberuflich unfassbar tolle Stundensätze aufrufen. Aber mir ist bewusst, was ich als Angestellter für Vorteile habe (Lohnfortzahlung, Krankenkasse etc.) und werde wohl immer, zumindest zu einem kleinen Teil, Angestellter bleiben.

 

  • Wie hoch sind Deine / Eure aktuellen jährlichen Ausgaben und in welchen Bereichen schränkst Du Dich ein, um eigenes Vermögen aufzubauen?
Ich rechne inkl. Puffer 2.000€ pro Monat für alle Kosten, die das Leben mit sich bringt. Diese Zahlen verifiziere ich regelmäßig und setze mir am Anfang des Jahres Sparziele. Das haut ganz gut hin. In den 2.000€ sind zwar die Zinsen, aber nicht die Tilgungen für die Immo-Kredite enthalten, da die Tilgungen ja unser Nettovermögen erhöhen. So sind wir aktuell bei einer konservativ errechneten Sparrate von 56-60%. Das schwankt etwas, da die Nebeneinnahmen immer etwas variieren.
Einschränkungen gibt es wenige. Wir achten im Supermarkt kaum auf die Preise, kaufen das worauf wir Lust haben. Gehen Essen oder in die Therme wenn wir Lust haben und fahren in den Urlaub. Im Urlaub wird natürlich schon auf Schnäppchen geachtet und 4 Wochen Seychellen gibt es auch nicht. Aber längere Reisen sind schon mal drin (insbesondere Asien).

 
Asien günstig Reisen

 

Ich achte aber extrem auf laufende Kosten. Versicherungen, Strom, Internet, Handy etc. sind durchoptimiert bis aus Letzte und wir sind absolut keine Konsummenschen in Bezug auf Luxusgüter wie teure Klamotten, Fernseher, Handys oder Autos. Dieser Extremkonsum inkl. aller Folgen für die Umwelt ist mir wirklich zuwider, weswegen ich dank unserer teils uralten Alltagsgegenstände auch kein schlechtes Öko-Gewissen haben muss.
Das Kapitel Autos ist bei mir ein spezielles. Ich behaupte von mir, mich extrem gut mit gebrauchten Autos auszukennen und habe diebische Freude daran, diese regelmäßig zu wechseln und Schnäppchen zu finden. Kurze Haltezeit = kein Wertverlust sofern man die richtigen aussucht. Das Auto ist also bei uns kein Kostenfaktor wie bei vielen anderen, und das obwohl ich in der Regel 3 KFZ gleichzeitig zugelassen habe.

 
Hobby Nürburgring

 

Und das Alltagsauto läuft mit einer (beim Kauf bereits verbauten) LPG Gasanlage, was einfach irre viel Spritgeld spart. Reparaturen fallen kaum an, da ich entweder selbst repariere oder nichts kaputtgeht, weil ich trotz dem Alter von durchaus 10-20 Jahren ausschließlich absolut zuverlässige Kisten kaufe. Das erfordert einiges an Geduld bei der Suche auf den bekannten Gebrauchtwagenplattformen. Aber da es ein Hobby ist, stöbere ich gerne täglich nach den neuesten Inseraten und es gibt immer wieder Privatpersonen (und Händler) die den Wert bestimmter Modelle falsch einschätzen und zu günstig inserieren. Man muss dann eben nur sehr schnell sein, deswegen versuche ich mich auf den Umkreis 50km um meinen Wohnort zu beschränken. Sonst wären die Auswahl, der Reiz, aber zuletzt auch das Risiko noch höher 🙂
Einen großen Kostenfaktor sehe ich beim Thema eigengenutzter Immobilie. Ja, ich bin natürlich unfassbar froh, dass wir noch zu halbwegs annehmbaren Preisen gekauft haben. Vor allem haben wir aber immer nach unserem jeweiligen Bedarf bekauft. Also: Günstige Preise, niedrige Nebenkosten. Wir sind nach Bedarf mitgewachsen und haben kein Haus für eine halbe Million gekauft, sondern „nur“ eine solide 4 Zimmer Wohnung mit über 100m² und schöner Terrasse. Ansonsten würden wir nun für lange Zeit unser Haus abbezahlen, wie es die meisten machen. Natürlich wäre ein großer Garten schön, und natürlich gibt es in einem Mehrfamilienhaus manchmal das ein- oder andere Thema zu diskutieren. Aber im Vergleich zur Freiheit die wir damit gewinnen, kann man mit diesen Einschränkungen momentan gut leben. Wenn aber das richtige Haus kommt… könnten wir auch nochmal schwach werden. Das ist aber bei den aktuellen Preisen eher nicht zu erwarten.

 

  • Wie hoch ist Dein / Euer aktuelles Vermögen, wie hast Du es investiert und was möchtest Du in Zukunft dabei noch besser machen?
Unseren Immobilien haben sehr vorsichtig geschätzt einen Marktwert von 550.000 Euro und sind zeitnah abbezahlt. Aktuell haben sie eine Restschuld von knapp 150.000€. Zusätzlich haben wir ca. 45.000€ verfügbar, die zu einem kleinen Teil Cash verfügbar sind oder in Aktien / Crowdinvesting / Edelmetall / Devisen stecken.
Mein absoluter Fokus ist eine bessere Mischung! Ich kann mir vorstellen, nach 10 Jahren Haltefrist der ersten Immobilie auch mal Gewinne zu realisieren und an die Börse umzuschichten. Aufgrund der Demographie, Politik und Umwelt würde ich nicht alles auf Immobilien setzen. Auch habe ich ein wenig Sorgen bezüglich des Euroraums und der Zinspolitik, eine breite Aufstellung der Investments sichert einen da sicher am besten ab.
Ein weiterer Fokus ist weiterhin schnelle Restschuldentilgung, damit die Bank so wenig wie möglich Zinsen bekommt 😉  Hier bin ich regelmäßig in einem Dilemma, wenn mal wieder Geld übrig ist. Sondertilgen, obwohl die Kreditzinsen ja nur bei 1,x% liegen oder das Geld lieber in teure Aktien/ETFs stecken. Die meisten Investoren wären natürlich für Option 2, aber ich bin was den Aktienmarkt angeht ein sehr vorsichtiger Mensch und habe lieber den Spatz in der Hand und das gute Gewissen, weniger Schulden zu haben.

 

  • Hast Du ein bestimmtes Vermögensziel?
Wenn wir so „viel“ weiterarbeiten wie bisher, sollte mit Mitte 50 die Million geschafft sein. Aber das ist wie gesagt nicht primär unser Ziel. Ich habe in meiner Excel Hochrechnung auch eine zweite Variante, die uns jede Menge Freizeit verschafft und man sagen kann: Hey das reicht doch auch locker zum Leben!
Was das konkret heißt? Das würde bedeuten, dass die Sparrate deutlich abnimmt, wenn man das Angestellt-Sein weiter reduziert. Weit entfernt vom frugalistischen Ansatz, denn wir wollen uns nicht großartig einschränken. Aber es ist in 10 Jahren sicherlich nicht mehr notwendig, jedes Jahr 30-35.000€ zur Seite zu legen. Die Hälfte sollte locker reichen. Das ist machbar, wenn es mit den Immobilien und geplanten Börseninvestitionen so läuft wie geplant und wir beide unser Angestelltenverhältnis auf ca. 15 Stunden in der Woche reduzieren.

 

  • Welche weiteren Lebensziele hast Du. Wo und wie möchtest Du Leben und was treibt Dich aktuell besonders an?
Es bleibt aktuell der Wunsch, etwas eigenes „Größeres“ auf die Beine zu stellen. Zwar arbeite ich gerne alleine in meinem stillen Eck und kann mir nur schwer vorstellen, ein eigenes Unternehmen mit 10, 20 Mitarbeitern zu führen. Aber eine zündende Idee um ein kleines, aber erfolgreiches Unternehmen auf die Beine zu stellen, wäre schon toll. Wir arbeiten aktuell daran, allerdings finden wir nicht die Anzahl an Kunden, die wir uns erhofft haben. Das Wachstum und Potential scheint ähnlich wie bei den oben genannten Internetplattformen, begrenzt zu sein. Kleiner Erfolg ist ja auch ganz nett. Aber ehrlich gesagt ist es im Verhältnis an investierter Zeit nicht entscheidend, am Ende des Jahres damit nun 5, 10 oder 15.000€ mehr generiert zu haben. Da hätte man sich im Sommer ja doch ins Freibad legen oder Sport machen oder am Auto schrauben können. Ich habe also schon das Bedürfnis, da noch mal einen Knaller hinzulegen, der uns noch mehr Freiheit und Wohlstand verschafft. Es reizt mich/uns durchaus, so viel Geld zu haben, dass man sich sein Traumhaus (und den Porsche 😉 kaufen kann.
Ein zweiter Punkt ist: Mehr Sport! Ich sitze ja wirklich eine Menge am PC und wenn es mal auf die 40 zugeht, wird einem klar, dass man das irgendwann spürt. Da muss man gegensteuern, damit man dann, wenn man am meisten Freizeit hat (weniger Arbeit, Kind aus dem Haus) auch noch richtig fit ist.
Zu Sport zähle ich auch das sehr teure Hobby Motorsport, welches ich gerne intensiver betreiben würde. Ein bezahlbares Rennauto auf eigener Hebebühne aufzubauen und am Wochenende auf diversen Rennstrecken unterwegs sein – das wäre toll! Es geht dabei nicht um 500PS, sondern um den Spaß und das Fahren am Limit.

 
Motorsport Nürburgring Am Brünnchen

 

Was mich umtreibt ist, dass ich einige Entwicklungen in Deutschland für fatal und bedenklich halte und intensiv beobachte. Was politisch zum Teil passiert, halte ich für haarsträubend, so dass leider schon im Hinterkopf ein wenig das Thema Auswandern lauert. Ich will das noch nicht zulassen, aber ich will auch meinem Kind eine aussichtsreiche Zukunft in einem Land bieten, in dem derjenige, der etwas leistet, vieles erreichen kann!
Unabhängig davon mögen wir den dunklen, nassen und kalten Winter überhaupt nicht und wären gerne von November bis März im Warmen. Ob das später mal realisierbar ist, steht in den Sternen, aber ich glaube es wäre ein großer Gewinn an Lebensqualität.
So ergibt sich natürlich der Gedanke, ob es nicht toll wäre, generell mehr Richtung Äquatornähe zu ziehen. Konkrete Länder haben wir aber nicht in der Auswahl. Zumal wenn man sich etwas einliest, man schnell feststellt, dass Deutschland natürlich aktuell auch viele Vorteile bietet. In fast jedem Land, welches in Frage kommt, sind zudem die Lebenskosten höher – man würde also mit einem Geldverlust starten.

 

  • Was sagt Dein Umfeld generell zu Deinen Plänen und wirst Du dabei unterstützt?
Leider haben wir im direkten Umfeld wenig Mitstreiter oder Leute, mit denen man sich darüber austauschen kann. Die Älteren haben immer viel gearbeitet und sicherlich auch nicht die Möglichkeiten und Informationsquellen wie wir heute gehabt (was mir fast schon ein wenig Leid tut). Freunde und Bekannte sind eher im Hamsterrad. Die meisten kaufen ein teures Haus und zahlen für immer daran ab. Meine Inspiration hole ich mir durch Blogs und Podcasts und die Pläne, die wir als Familie gemeinsam schmieden.

 

  • Gibt es noch etwas, dass Du den anderen Freiheitskämpfern mitgeben willst?
Aufgrund meiner Geschichte (oder der der anderen Interviewten) könnte man vielleicht denken: Mensch die haben ja einfach an entscheidenden Stellen im Leben Glück gehabt (Berufswahl, Immos günstig gekauft, etc.) Ich glaube aber trotzdem, dass zu diesen Wegen Zielstrebigkeit und Neugier gehört und frage mich manchmal, warum sich manch Jammerlappen auf seine nicht vorhandenen Lorbeeren ausruht. Bestes Beispiel ist die Niedrigzinspolitik. Ja, alle jammern und ja, gesund ist das vermutlich nicht. Aber es bietet eben auch Investmentchancen. Und es wird auch wieder neue Investmentchancen geben. Informieren und TUN ist das wichtigste. Aber wohl nur, wenn man sich wirklich für Finanzen interessiert. Wer sich mit den Themen quält, der wird sich deutlich schwerer tun.
Was man sich nur zum Teil aussuchen kann, ist die Gesundheit, weswegen ich jedem raten würde, dafür im Rahmen der Möglichkeiten alles zu geben. Ich bin jeden Tag dankbar und mir bewusst, dass der momentane Wohlstand eine Momentaufnahme ist und es einen jeden Tag aus dem Leben reißen kann. Aber pessimistisch denken bringt ja nichts. Also gehen wir davon aus, dass es weiter vorwärtsgeht. Wir versuchen, einen guten Mittelweg aus Sparsamkeit und komfortablem Leben zu führen, denn allzu geizig gewesen zu sein würde man bei einem Schicksalsschlag sicherlich bereuen.

 
Klassischer BMW in Italien

 

Das war das Freiheitskämpfer Interview mit Jakeharper

 

Prima, dass Du hier dabei bist. Danke für Deine Mühe und die wirklich schönen Bilder, die Deine Leidenschaften sehr gut rüber bringen. Die Rennstrecke, auf der Du dort fährst, kenne ich ziemlich gut und einige andere Freiheitskämpfer wahrscheinlich auch.

Auch bei euch fällt mir auf, wie gut Deine Frau und Du als Team arbeiten und das Thema Vermögensaufbau gemeinsam angeht. Das macht Ihr super!

Und jetzt Ihr

Welche Fragen habt Ihr an Jakeharper? Habt Ihr Fragen zu seinen Immobilieninvestments und/oder teilt Ihr seine Leidenschaft für Autos.

 

Außerdem

Mach auch Du mit bei der Interviewreihe, wenn Du Dich im Lebensabschnitt bis 35 und min. 100.000 Euro selbsterschaffenem Vermögen befindest.

Schreib dem Maschinisten unter: maschinist@freiheitsmaschine.com und nimm an den Freiheitskämpfer Interviews teil.

Neben dem Fakt den anderen hier etwas zurück zu geben, lernst Du durch das Interview selbst wieder Neues und kannst das Feedback für Deinen weiteren Weg nutzen.

Als zusätzliche Möglichkeit, kannst Du Deinen weiteren Weg gerne in einem Tagebuch hier in unserer Community veröffentlichen.

 

Die Millionär Interviews laufen natürlich auch weiter. Auch hier freue ich mich auf weitere Gäste und als Vorankündigung kommt hier bald ein richtig cooles Interview.

Gib Gas mit der Freiheitmaschine und mach Dein Leben zu einem wunderbaren Abenteuer!

10
Hinterlasse einen Kommentar

avatar
5 Comment threads
5 Thread replies
0 Followers
 
Most reacted comment
Hottest comment thread
6 Comment authors
jakeharperWuppwolf89 Recent comment authors
  Subscribe  
neuste älteste beste Bewertung
Benachrichtige mich zu:
monkeyboy
Gast
monkeyboy

In welchen „wärmeren“ Ländern sind die Lebenshaltungskosten höher als in Deutschland?

jakeharper
Gast
jakeharper

Hallo monkeyboy,

Karibik & diverse Inseln, Florida, Australien… 😉

War aber evtl. missverständlich ausgedrückt: Was ich meinte ist: In vielen wärmeren Ländern gibt es andere gute Gründe, diese nicht in Betracht zu ziehen (politisch, Umwelt, Gesundheit) und in “westlichen” bzw. entwickelten Ländern passt das Klima für uns nicht. Ein Dilemma… 😀

wolf89
Mitglied
wolf89

Hallo Jakeharper,

herzlichen Glückwunsch zum erreichten!
Ich finde deine Lebensweise und auch die innere Einstellung fast Identisch zu meinem Leben.
Ganz besonders hat mir dein Gedanke zum Auswandern gefallen. Solche Gedanken habe ich auch ab und zu, dass Verständnis dafür das man es vielleicht in 15 oder 20 Jahren tatsächlich machen könnte, fehlt mir total. Auch wenn ich mir das in unsere Excel Tabelle anschaue mit Best und Worst Case Hochrechnung. Kann ich es einfach nicht glaube.
Vielleicht liegt es einfach nur daran, dass man sich das Exponentielle Wachstum einfach nicht vorstellen kann wie aus einem kleinen Schneeball eine Lawine wird.

Ich wünsche dir und deiner Familie alles Glück der Welt.

LG
Wolf89

Mitglied
morrich

Bilder von der schönsten Rennstrecke der Welt sehen immer gut aus 😉

Den beschriebenen Mittelweg zwischen Sparsamkeit und komfortablen Leben bzw. dem Verfolgen einer Leidenschaft kann ich gut nachvollziehen, da ich ebenfalls eine Autoleidenschaft teile.
Vorallem die beschrieben Vision eines Fahrzeuges für die Rennstrecke begeistert mich sehr. Eigene Schrauberfähigkeiten sind da fast schon Pflicht, um die finanzielle Belastung im Rahmen zu halten. Leider mangelt es mir daran.
Welche Modelle handelst und fährst Du bevorzugt ?

jakeharper
Gast
jakeharper

Hallo morrich,

ich bin nicht besonders markenfixiert da ich vielen Autos was abgewinnen kann, auch von der Nutzung her je nach Bedarf. Das kann ein Sportwagen sein, kann aber auch die große Limousine für den Urlaub sein. Mich interessiert vor allem solide Technik und ein gutes Preis/Leistungs Verhältnis. Das führt mich oft zu BMW, da die ein Traum für Schrauber sind (damals haben sich die Ingenieure echt nochwas dabei gedacht) und da sie die tollen Reihensechszylinder haben und viel Fahrspaß bieten. E46, E39, E38, E60… alles sehr gute Leistung fürs Geld, kommen aber in ein Alter wo es nur noch wenige gute Exemplare gibt, die Preise sind äußerst stabil. Außerdem bin ich ein Fan japanischer Sportwagen (90er: MR2, NSX, 300ZX usw. und heute auch Nissan 370Z & Co. )

Zum “Handeln” eignet sich alles was sehr gefragt ist, das sind schon vorzugsweise BMW, Audi und Mercedes, teilweise mit bestimmten Motoren oder Ausstattungsmerkmalen (Stichwort M-Paket oder AMG-Paket). Wenn da der Einkaufspreis stimmt, fährt man im Prinzip völlig kostenlos tolle Autos.

Ja, das Schrauben ist für Motorsport und generell alte Kisten wichtig. Kann ich aber auch nur in begrenztem Maß. Wichtig ist auch Platz und das richtige Werkzeug. Für alles andere gibt es ja youtube Tutorials usw. 🙂

Mitglied
Judge Dredd

Hallo Jakeharper,
danke für das spannende Interview. Glückwunsch ihr habt euch da schon was Tolles aufgebaut.

Kann das mit dem Sport nur unterstreichen. Man muss den Kreislauf von stundenlangem Bürositzen und Essen= Zunahme Unterbauchfett durchbrechen und auf viel Sport und gute Ernähung achten. Mach ich selbst erst (dem Maschnisten sei dank) seit einem Jahr. Hast du dir denn schon konkret etwas überlegt hinsichtlich des Sports? Wie hoch ist denn für euch der Arbeitsaufwand für die Immos (sofern du es ungefähr bestimmen kannst).

Alles Gute und natürlich Gesundheit für Euren weiteren Weg,
Judge Dredd

jakeharper
Gast
jakeharper

Hallo Judge Dredd,

danke fürs Feedback. Ich laufe seit einigen Jahren meine 5-8km und das ca. 3-4 Mal in der Woche. Allerdings nur im Sommer, da ich bei Kälte keinen Spaß daran habe und der Meinung bin, Sport sollte wenigstens etwas Spaß machen um nicht zum Scheitern verurteilt zu sein.

Ansonsten beschränkt sich das auf ein paar apparatlose Übungen zuhause (mittels youtube) – aber genau hier könnte man deutlich mehr tun, damit es auch optisch mehr bringt. Und bei der Ernährung schaffe ich es nicht, konsequent zu bleiben. Das ist ein Laster.

Die Immos sind erstaunlich wenig Aufwand. Bis auf die etwas kompliziertere Steuererklärung und die Abrechnungen 1x im Jahr haben wir hier kaum Aktivitäten. Das Kennenlernen der (potentielle) Mieter, was ja nur alle paar Jahre mal vorkommt, macht uns Spaß und ist keine Arbeit für uns. Also konkret würde ich sagen sind es in Summe maximal 2-3 Tage Aufwand im Jahr.

Wupp
Mitglied
Wupp

Wenn ich mir deinen Beitrag hier so durchlese muss ich wirklich schmunzeln.
11er fahren. sparen, alles durchoptimieren…hmm kenn ich alles irgendwoher 🙂
Hoffentlich ist auch ein luftgekühlter dabei…..

Wenn ich richtig liege wohnst du nicht nur in BW sondern bist auch dort geboren und aufgewachsen.
Bin selber schon sehr lange weg aus dem Ländle, aber man erkennt sich irgendwie schon an ein paar Sätzen….lustig ist das schon.

Ich denke in Zukunft den Focus etwas mehr auf passive Investments zu verlagern in Form von gut gewählten Aktien und ETFs ist sicher kein so falscher Denkansatz.
Auch weil die Wertsteigerung mit Immobilien in Deutschland meiner persönlichen Meinung nach schon eine Weile ihren Zenit überschritten hat.

Mit deinen Bedenken bzgl. der Entwicklung in Europa und ganz im besonderen in Deutschland liegst du ebenfalls ziemlich richtig denke ich.
Obwohl ich das ganze Gott sei dank nur mit Abstand aus der Ferne betrachte, stellen sich auch bei mir regelmässig die Nackenhaare wenn man sieht was da passiert.

Es gibt übrigens durchaus lebenswerte Länder in südlicheren Gefilden wo man “optimiert” und entspannt leben kann auch als Baden Württemberger.
Diese befinden sich natürlich logischerweise ausserhalb Europas.

Grüsse nach Karlsruhe

Wupp

jakeharper
Gast
jakeharper

Hallo Wupp,

ich fahre ja keinen 11er – kanns mir nur gut vorstellen bzw. gönne es jedem. Bin ja eher Youngtimer Fan und da sind die Geräte (993 um meinen Favoriten zu nennen) ja quasi unbezahlbar.

Ich bin hier aufgewachsen, aber nicht geboren. 😉

Dass die Immos in manchen Regionen mehr als grenzwertig teuer sind, sehe ich genauso. Würde heutzutage auch nicht mehr blind kaufen – da muss man schon mal den Renditerechner anschmeissen!

Würde mich freuen, wenn du deine Überlegungen bzgl. der in Frage kommenden Länder bzw. wo du dich aufhältst (und warum) noch etwas ausführen würdest. Finde das total spannend einfach mal in Gedanken sowas durchzuspielen, ertappe mich auch manchmal einfach beim Erkunden der Welt mittels google Street View. Finde aber, obwohl unsere Erde doch so groß ist, dass die Auswahl recht beschränkt ist, wenn man das Glück hatte, in solch privilegierten Ländern wie Deutschland aufzuwachsen.

Es wäre ja auch super wenn man das Auswandern so hinbekommt, dass man mit dem erarbeiteten Geld im Zielland noch höher auf der Leiter steht. Als Beispiel mal Thailand genannt – hier ließe sich mit ner halben Million einiges reißen. Aber in solchen Ländern gibts halt viele andere Gegenargumente. In welchem Land hat es schon folgende Bedingungen?

– Wärmer als hier aber ohne größere Naturkatastrophen-Risiken
– Euro mit hoher Kaufkraft
– Stabile politische Verhältnisse
– Gut englischsprachig (wenigstens zum Starten)
– Gute Bildung und Wirtschaft

Wupp
Mitglied
Wupp

Du darfst halt auch nicht die eierlegende Wollmilchsau suchen, das Paradies gibt es nicht das kann ich dir versichern.

Ich habe in Gegenden gewohnt wo es öfters mal Hurricanes gab und hab mehrere erlebt. Ist auch nicht schlimmer als in einer Hochwasserzone am Rhein. Ist alles immer relativ und die Chance das der Tsunami dich in die Fluten reisst in Thailand halte ich für eher bescheiden. Die Gefahr das du evtl. mit der Kultur dort auf Dauer eher schlecht klar kommst halte ich für viel grösser.

Euro, Stabilität und Kaufkraft sind Wörter die ich eher nicht in einem Atemzug nennen würde.
Bei Euro kommen mir eher solche Gedanken wie wo ist der Exit und rette sich wer kann.

Sicherlich gibt es viele Bananenrepubliken in Asien, Central America etc. wo man sich die Augen reibt und denkt gibt es sowas wirklich.

Aber schau die Muppet Show in Berlin an, also da hat man ja wirklich auch keine Fragen mehr.

Und das alles noch zu 50 % Steuern plus der ganze andere Betrug der immer noch hinzukommt.
Das einzige was da stabil und steigend ist das ist die Steuerlast und die Diäten der 700 Komiker die da sitzen und Blödsinn labern.

Das beste ist man findet für sich selbst ein Land mit einem relativ schlankem Staat der sich möglichst wenig einmischt und die Leute mehr oder weniger in Ruhe lässt.

Klar gibt es Länder wo du mit 500k Euro Vermögen richtig was reissen kannst man muss aber eben auch alles andere mögen und akzeptiert können.
In Malaysia oder Thailand gehörst du mit 500k definitiv zur Elite ohne Zweifel.
In Singapore hingegen kommst du damit nicht mal bis zur Eingangstür.

In den meisten touristischen Regionen kommt man mit englisch zumindest an Anfang schon zurecht.
Aber wenn man aber vor hat in einem Land dauerhaft zu leben, dann tut man gut daran die Landessprache zu lernen.
Wobei ich kenne auch Leute die leben seit 25 Jahren im Ausland und sprechen kein Wort der Landessprache und kommen auch zurecht.

Bildung ist das einzige dicke Plus das ich ganz klar und mit deutlichem Abstand an Deutschland vergebe.
Wenn du deinem Kind eine gute Ausbildung geben willst und dafür nicht 100.000 $ bezahlen möchtest dann würde ich dir dringend raten in Deutschland zu bleiben.

Die Schulbildung und auch die weitere Ausbildung/Studium das findest du kaum irgendwo so gut wie in Deutschland.

Dafür drückst du ja aber auch 50% Steuern ab, wäre ja blöd wenigstens das nicht zu nutzen.

Ich habe sehr viele deutsche getroffen die es im Ausland zu etwas gebracht hatten. Teilweise zu sehr viel mehr als sie in D wohl erreicht hätten.

Aber das waren fast ausnahmslos Menschen die extrem mutig, fleissig, kreativ und zielstrebig waren. An sich selbst glaubten und auf solche Dinge wie staatliche Sicherheit oder sichererer Arbeitgeber komplett verzichten konnten.

Einige waren auch bei grossen Firmen angestellt und verdienten schon gut aber das richtige Geld welches zu Freiheit führen kann haben nur die selbstständigen verdient.

Ich traf auch einige die ständig nur jammern und klagen über das Land in welches sie ausgewandert sind. Für die eignet sich der deutsche Sozialstaat definitiv besser, und ich weiss beim besten Willen nicht was solche im Ausland wollen.

Es waren für diese Leute aber fast immer so Argumente wie besseres Wetter oder Strand und Meer etc. deshalb alleine sollte man aber keinesfalls auswandern.

Ich selbst verbringe meine Zeit an verschiedenen Orten und wir reisen viel.