Freiheitskämpfer Interview 3 – Trailblazer blazed

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In den neuen Freiheitskämpfer Interviews beschreiben junge, engagierte Menschen bis 35 mit sechsstelligem, selbsterschaffenem Vermögen Ihren bisherigen Weg und Ihre weiteren Träume & Ziele.

Heute schreibt uns Trailblazer

Er hat sich mit Ende 20 nicht nur zusammen mit seiner Partnerin ein stattliches Vermögen aufgebaut, sondern sich zusätzlich mittels Anstrengung plus einer gehörigen Portion Mut jetzt schon in eine sehr „freie“ Position gebracht.

 

Lest selbst

Hallo lieber Maschinist,
ich bin seit circa einem halben Jahr stiller Mitleser und habe die Millionärs Interviews sehr gerne gelesen.
Nun möchte ich auch etwas an die Community zurückgeben mit meinem Interview. Bin gespannt, was Ihr darüber denkt.

 

• Wie alt bist Du (& der Partner falls vorhanden), wie lange seid Ihr schon zusammen und habt Ihr Kinder?

Ich bin 29 Jahre jung und verheiratet. Meine Frau ist 30 Jahre alt und wir erwarten in 3 Monaten unser erstes Kind. Wir sind seit 8 Jahren zusammen und seit 5 Jahren verheiratet.

 


• Wo auf der Welt lebst Du / Ihr (in der Stadt oder auf dem Land)?

Wir leben in einer Kleinstadt zwischen Frankfurt und Mannheim. In Zukunft möchten wir aufs Land ziehen zu den Eltern meiner Frau in ein Dorf mit rund 180 Einwohnern und dort das Haus der Großmutter bewohnen.

 

 

• Wie sieht Dein bisheriger Lebensweg aus und welche beruflichen wie privaten Erfahrungen hast Du dabei gemacht?

Ich stamme aus einer gut bürgerlichen Familie mit fehlender finanzieller Bildung.
Mein Vater hat lange Jahre sehr gut verdient. Er hat aber nie Geld beiseite gelegt bzw. sich mit Finanzen beschäftigt. Geld war zum Ausgeben da.
Heute ist er 61 Jahre alt und psychisch aufgrund der Belastung im Job stark angeschlagen.
Er steckt im Hamsterrad fest.
Ich selbst habe nach meinem Abitur „erfolgreich“ mein erstes Studium nach dem zweiten Semester abgebrochen (gymnasiales Lehramt).
Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch nie wirklich selbstständig darüber nachgedacht, was ich vom Leben erwarte. Ich habe einfach das gemacht, was mir meine Eltern gesagt haben – war sozusagen unbewusst unmündig.
Der Studienabbruch kam in den Augen meiner Eltern einer Katastrophe gleich.
Während meiner Schulzeit verbrachte ich ein Schuljahr im Ausland auf Vancouver Island in Kanada. Dorthin zog es mich erneut, nachdem ich mich zum Abbruch des Lehramtstudiums entschlossen hatte. Nach rund 6 Monaten kehrte ich heim und begann (diesmal aus eigenem Antrieb) mein Studium als Wirtschaftsinformatiker.
Im Nachhinein war ich zwar nie schlecht in der Schule oder im Studium; es machte mir aber niemals Spaß (es war eine Quälerei). Für mich war das Bachelorzeugnis eher eine Eintrittskarte in das Berufsleben, als dass ich tatsächlich fachlich viel davon mitgenommen hätte.
Ich hatte schon immer Interesse an Geld bzw. Interesse daran, mein eigenes Geld nicht auszugeben. Bereits mein Taschengelt als kleiner Junge legte ich lieber zur Seite anstatt es auszugeben.
Dies hat sich bis heute wenig geändert.
In den Flitterwochen mit meiner jetzigen Frau (gegen Ende meines Studiums), nahm ich mir Zeit, meine bzw. unsere Altersvorsorge in die eigenen Hände zu nehmen. Zu diesem Zeitpunkt kontrollierten wir unsere Ein- und Ausgaben schon länger in Excel Spreadsheets.
Man kann sagen, dass mich erst meine Partnerin dazu bewogen hat, denn sie führte bereits ein Haushaltsbuch seitdem sie von zu Hause ausgezogen war. Wir haben schon während meines Studiums (meine Frau war schon ins Berufsleben gestartet) regelmäßig Geld zur Seite gelegt.

 

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In die Ehe hat meine Frau ca. 50.000 € Vermögen eingebracht; ich immerhin einen Bausparvertrag über 5.000€.
Meine ersten Erfahrungen zu finanzieller Bildung kam über den Blog vom Finanzwesir und dem Wertpapierforum.
Wie bereits oben erwähnt, wurden die Flitterwochen dazu verwendet, im Bereich Finanzen aufzuholen.
Ich war mir am Ende des Urlaubs sicher, dass ich mich nur auf meine eigene private Altersvorsorge wirklich verlassen kann. Dabei wollte ich aber nicht auf teure, undurchschaubare Produkte setzen. Ich musste meine Finanzprodukte verstehen.
Zu der Zeit habe ich mir ebenfalls über das Thema „Kaufen vs. Mieten“ (Grüße an Herrn Kommer) Gedanken gemacht und kam zu dem Schluss, dass mir Mieten einen einfacheren Vermögensaufbau ermöglichen sollte.
Am Ende entschied ich mich für eine simple passive Aktien ETF Strategie.


70% der Sparsumme in einen MSCI World ETF + 30% in einen Emerging Markets ETF.
Beruflich habe ich mich nach meiner Bachelorthesis in einem kleinen Beratungshaus als Junior Consultant wiedergefunden, was sich auf den Bereich Salesforce (Marktführer CRM) spezialisiert hat. Mein jährlicher Bruttolohn betrug 37.000 € fix plus ca. 15.000 € variabel.
Von meinen Kollegen belächelt und manchmal auch ausgelacht, habe ich mich aus eigenem Antrieb in die Salesforce Entwicklung eingearbeitet, das heißt Code schreiben.
Ich schien dafür ein echtes Talent zu haben. Die ersten 18 Monate waren jedoch extrem hart. Tagsüber arbeiten und den Feierabend, Wochenenden und Urlaub für die Weiterbildung nutzen.
Für mich stand jedoch fest: Das ist es, was ich machen möchte und zwar am Liebsten als Selbstständiger und nicht als Angestellter.
Nur meine Frau war von dieser Idee am Anfang wenig begeistert. Nach knapp zwei Jahren im Beruf konnte ich sie dann doch überzeugen. Heute kann ich auf mein erstes Jahr der Selbstständigkeit zurückblicken. Ich würde nichts anderes mehr machen wollen.

 

 

• Wie hoch ist Dein / Euer aktuelles jährliches Nettoeinkommen. Wie hat es sich entwickelt und wie sieht die weitere Entwicklungsmöglichkeit in Deinem Bereich aus?

Vor meiner Selbstständigkeit lag unser jährliches Nettoeinkommen bei ca. 64.000 €. Im ersten Jahr der Selbstständigkeit ist dieses auf ca. 150.000 € gewachsen. Es war ein bombiges Jahr mit viel Arbeit.
Das wird sich in den kommenden Jahren aber ändern.
Wie schon oben geschrieben, ist bei uns Nachwuchs unterwegs. Ich werde dann weniger Projekte annehmen und das Einkommen meiner Frau fällt auch erst einmal weg.
Bevor wir wussten, dass wir schwanger sind, kündigte meine Frau ihren Job (Führungskraft bei einem Pharmadienstleister) um sich bei mir anstellen zu lassen.
Die Selbstständigkeit mit meiner Frau zu teilen, war schon länger ein Wunsch von mir, aber wie zuvor, musste ich Sie erst von dieser Idee überzeugen.
Lustigerweise ist sie auch im Salesforce Bereich tätig bzw. hat das System inhouse betreut. Nun kam doch alles anders. Darüber freuen wir uns jedoch sehr. Sobald meiner Frau dann wieder der Kopf nach Arbeit steht, kann sie bei mir kleinere Projekte mit betreuen. Der klare Fokus liegt jetzt bei uns beiden erstmal auf der Familie.
Diese finanzielle Freiheit genießen wir schon jetzt.
In Zukunft planen wir, im Schnitt ein gemeinsames Jahreseinkommen von 100.000 € zu erreichen.

 

 

• Würdest Du Deine / Eure berufliche Tätigkeit anderen Menschen empfehlen, wenn es um die Punkte Einkommen, Entwicklungsmöglichkeiten und persönliche Erfüllung geht und was sind die Gründe dafür?

Ich habe bisher keinen Tag bereut als IT-Freelancer.
Die Zukunftsprognosen sind spitze und der mögliche Verdienst ist um einiges höher als im Angestelltenverhältnis.
Ich bin bereits bis Ende dieses Jahres ausgebucht und kann keine weiteren Projekte mehr annehmen. Es ist sicherlich nicht für jeden geeignet, aber ich kann jedem nur raten, es zu probieren, wenn sich die Möglichkeit ergibt.
Gerade in meiner jetzigen Lebenssituation weiß ich die Selbstbestimmtheit und die Flexibilität sehr zu schätzen.

 

Freiheitskämpfer Interview Abenteuerreise Vermögensaufbau in den Zwanzigern Aktien ETF Sparen

 

Ich habe das Glück, viel von zu Hause aus arbeiten zu können und werde so sicherlich die Zeit als frischgebackener Papa noch intensiver erleben dürfen.

 

 

• Wie hoch sind Deine / Eure aktuellen jährlichen Ausgaben und in welchen Bereichen schränkst Du Dich ein, um eigenes Vermögen aufzubauen?

Letztes Jahr lagen die Ausgaben bei 50.000 €. Davon waren aber ca. 17.500 € für einen neuen Jahreswagen.
Über dieses Thema habe ich über ein Jahr mit meiner Frau diskutiert, bis ich irgendwann nachgegeben habe. Getreu dem Motto: Happy wife – happy life.
Am Ende wurde es ein Opel Astra Kombi. Wenn es nach mir geht, wird dieses Auto gefahren bis sich eine Reparatur nicht mehr lohnt.
Ich rechne daher in den nächsten Jahren inkl. Sicherheitspuffer mit jährlichen Ausgaben von ca. 40.000 € inkl. unserer Wohnungsmiete.
Tatsächlich muss ich mich in keinem Bereich einschränken, wenn es um das Thema Vermögensaufbau geht und habe es auch in Zukunft nicht vor. Wenn ich mehr Geld ausgeben möchte, dann werde ich mehr Projekte annehmen.
Eine jährliche Sparleistung von 40.000 € sollte bei uns mindestens erreicht werden.

 

 

• Wie hoch ist Dein / Euer aktuelles Vermögen, wie hast Du es investiert und was möchtest Du in Zukunft dabei noch besser machen?

Unser aktuelles Vermögen beträgt ca. 290.000 €.
Davon sind 210.000 € investiert in folgende ETFs:
HSBC MSCI WORLD UCITS ETF
UBS-ETF MSCI Emerging Markets
Vanguard FTSE All-World UCITS ETF
Vanguard FTSE Emerging Markets
Eine kleine Position von 10.000 € besteht aus Einzelaktien (Alphabet und Amazon).
10.000 € sind in einem Bausparvertrag und 20.000 € auf einem Sparbuch meiner Frau – ein Überbleibsel aus der Zeit vor unserer Beziehung.
Der Rest befindet sich auf dem Tagesgeldkonto.
Ziel ist es, in Zukunft den Cash Anteil zu reduzieren, wenn meine Frau damit einverstanden ist.
Die Vanguard ETF werden weiter monatlich bespart.

 

 

• Hast Du ein bestimmtes Vermögensziel?

Ich möchte genügend Vermögen besitzen, um nicht länger darauf angewiesen zu sein, meine Zeit gegen Geld tauschen zu müssen. Welche Summe sich dahinter genau verbirgt, wird die Zukunft zeigen.
Ich schätze diese wird sich in der Größenordnung 1,5 – 2 Mio. € bewegen. Ich kann mir zwar schwer vorstellen, überhaupt nicht mehr zu arbeiten, aber ich möchte die Freiheit haben, zu entscheiden wann und wie viel ich arbeite.

 

 

• Welche weiteren Lebensziele hast Du. Wo und wie möchtest Du Leben und was treibt Dich aktuell besonders an?

Aktuell bin ich einem weiteren Lebensziel sehr nahe – Papa werden. Ich möchte viel Zeit mit meiner Familie genießen. Das treibt mich gerade an.
Beruflich möchte ich genau so weitermachen wie bisher. Optimalerweise zusammen mit meiner Frau.
Privat ist bei mir der Sport in den letzten Jahren definitiv zu kurz gekommen. Ich möchte in Zukunft wieder das Krafttraining in meinen Alltag integrieren, um später auch die finanzielle Unabhängigkeit in bester Gesundheit genießen zu können.

 

 

• Was sagt Dein Umfeld generell zu Deinen Plänen und wirst Du dabei unterstützt?

Mein Umfeld, abgesehen von meiner Frau, versteht mein Ziel Vermögen aufzubauen, nicht.
Daher habe ich auch mit vielen alten Freunden oder Kollegen den Kontakt einschlafen lassen. Für Menschen mit einer negativen Grundeinstellung oder für notorische Neinsager habe ich keine Zeit bzw. diese Zeit ist mir zu schade.
Ebenfalls möchte ich mich nicht für meine Konsumentscheidungen rechtfertigen müssen. Z.B. beim Thema Auto: „Warum fährst du nur einen Opel und keine Premiummarke bei deinem Verdienst?“
Über Finanzen oder meinen Beruf zu sprechen, langweilt mein Umfeld entweder zu Tode oder man fühlt sich persönlich angegriffen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Ratschläge, die Finanzen oder den Konsum betreffend, auf starke Abneigung stoßen. Daher tausche ich mittlerweile nur noch mit meiner Frau über diese Themen aus.

 

 

• Gibt es noch etwas, dass Du den anderen Freiheitskämpfern mitgeben willst?

  • Lasst euch von eurem Umfeld (sei es privat oder beruflich) nicht runterziehen oder von eurem Weg abbringen
  • Lernt selbstständig zu denken und hinter euren Entscheidungen zu stehen
  • Nur weil die Mehrheit einer Meinung ist, muss diese nicht die Richtige sein
  • Setzt euch ambitionierte Ziele
  • Findet den richtigen Partner für euch und vergesst die Familie nicht, denn Geld allein macht nicht glücklich

 

 

Das war das Freiheitskämpfer Interview mit Trailblazer

Vielen Dank, dass Du daran teilnimmst!

Ich finde es super, wie Du Deinen beruflichen Weg gefunden und den mutigen Schritt in die Selbstständigkeit gewagt hast. Außerdem bist Du nach meiner Meinung für Dein Alter sehr reif, was die Priorisierung von Lebensthemen auch außerhalb des Gelderwerbs angeht.

Wie bei Steffen auch, ist das Ziel „Trenne Arbeit vom Zwang Geld zu verdienen“ bei euren Parametern in ca. 15 Jahren durch den Vermögensaufbau im passiven Aktien ETF Portfolio mit Mitte Vierzig so gut wie automatisch erreicht.

Ich freue mich also auch auf Dein Millionär Interview und wir würden uns freuen zu hören, wie es bei euch weitergeht.

 

Alles Gute auch für euren neuen Lebensabschnitt mit Nachwuchs

Ich wünsche euch dafür als Paar neben ganz vielen glücklichen Momenten auch viel Geduld und gute Nerven.

Hier kommt zum allerersten Mal jemand in euer Leben, den Ihr euch von Herzen wünscht aber / und z.B. betreff Charakter und einigen anderen Eigenschaften her nicht aussuchen könnt. Das macht das Ganze sehr spannend und ich würde mich auch deshalb freuen, zu hören, wie es euch in der nächsten Zeit damit geht.

 

Und jetzt Ihr

  • Welche Fragen und Anregungen habt Ihr an Trailblazer?
  • Wo befindet Ihr euch gerade selbst und welche Informationen aus dem Interview könnt Ihr für euch nutzen?
  • Spielt Ihr selbst aktuell mit einer Selbstständigkeit und habt dazu Fragen?

Dann seid Ihr hier im Kommentarbereich und auch bei den einmaligen und persönlichen Angeboten von Tim und dem Autodidakten im Bereich Selbständigkeit IT und Unternehmensaufbau, genau richtig.

 

Außerdem

Wenn Du Dich aktuell auch in diesem spannenden Lebensabschnitt bis 35 und min. 100.000 Euro an selbsterschaffenem Vermögen befindest, schreib dem Maschinisten unter: maschinist@freiheitsmaschine.com und werde Teilnehmer bei den Freiheitskämpfer Interviews.

Neben dem Fakt der Community etwas zurück zu geben, lernst Du durch das Interview selbst wieder Neues und kannst das Feedback hier für Deinen weiteren Weg nutzen.

Als zusätzliche Möglichkeit, kannst Du Deinen weiteren Weg in einem Tagebuch wie z.B Wolf im Forumsbereich veröffentlichen.

Die Millionär Interviews laufen natürlich auch weiter und auch hier freue ich mich auf weitere Gäste.

Mach 2020 zum besten Jahr Deines bisherigen Lebens und gib Gas mit der Freiheitsmaschine!

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Der Autodidakt
Mitglied
Der Autodidakt

Hi Trailblazer,

das ist eine tolle Story und auch das bisher konsequent aufgebaute Vermögen kann sich sehen lassen – Respekt!

Du bist ein motivierendes Beispiel dafür, dass es lohnt in jungen Jahren ein kalkuliertes Risiko einzugehen und sich in einer Nische als Dienstleister selbständig zu machen.
Besonders als Dienstleister im IT Bereich (mit entsprechenden „harten“ Fähigkeiten zum Besetzen einer gefragten Nische) ist meiner Meinung nach die Chance deutlich höher als das Risiko. Es ist irrwitzig, wenn man sich anschaut, was Firmen einem Freelancer im Vergleich zu den eigenen angestellten Softwareentwicklern / Consultants bezahlen!

Ich wünsche dir und deiner Familie alles Gute!

Mitglied
Trailblazer

Hallo Autodidakt,

vielen Dank! Ich stimme dir voll und ganz zu. Derzeit ist das Risiko als IT Dienstleister sehr überschaubar, wenn man die eigenen Fähigkeiten aktuell hält (weiterentwickelt). Der potentielle Verdienst ist ebenfalls um einiges höher als in der Festanstellung.

Viele Grüße
Trailblazer

PistolePete
Gast
PistolePete

Top und wirklich reife Gedanken. Bitte weiter so und den Laden mit, vielleicht wachsender Familie, zusammenhalten.

Meine Frage: Warum kein Investment in Salesforce?

Mitglied
Trailblazer

Hallo PistolePete,

vielen Dank. Das ist eine wirklich gute Frage….und ehrlich gesagt habe ich keine wirklich plausible Begründung. Ich habe mich vor ca. einem Jahr mal kurzfristig mit Einzelaktien beschäftigt und mich in diesem Zuge für Amazon und Alphabet entschieden, weil ich sie für zukunftsweisende Unternehmen halte. Vom Thema Einzelaktien kam ich dann aber wieder schnell weg, weil es mir persönlich zu zeitintensiv ist mich ausführlich mit den Unternehmen zu beschäftigen. Von daher wird es wohl auch künftig bei den bestehenden Einzelaktien bleiben.

Viele Grüße
Trailblazer

Thomas
Gast
Thomas

Hallo zusammen,

Ich finde ein salesforce Investment nicht sinnvoll, wenn man auch in dem Gebiet sein Humankapital verdient – Stichwort Diversifikation.
Wenn salesforce fehlwirtschaftet und die Aktien in den Keller rauschen bzw. salesforce pleite geht, ist es auch wahrscheinlich(er) das es schwieriger wird mit salesforce-Expertise sein Geld zu verdienen.
Mit Diversifikation auf der Investmentseite kann man dieses minimal bestehende Risiko eliminieren.

Lg

Gast
Natman

Das ist genau meine Meinung. Deswegen hab ich auch kein Investment im Automotive Bereich / eAuto u Wasserstoff … Batterien…

Paul
Gast
Paul

Beeindruckende Story!

Wie hast du denn deine erste Projekte als Selbstständiger gefunden?

Mitglied
Trailblazer

Hallo Paul,

vielen Dank.
Mein erstes Projekt habe ich über eine Agentur gefunden. Leider ist dieser Vertrag dann auch direkt mal geplatzt, da der Kunde plötzlich doch 5 Tage on-site Support wollte, anstatt vereinbarten 2 Tage. Diesen ersten Auftrag zu kündigen ist mir wirklich schwer gefallen, da er sehr lukrativ war, allerdings war es mir nicht wert, so lange unterwegs zu sein. Kurze Zeit später habe ich dann über LinkedIn/Xing angefangen verschiedene Unternehmen zu kontaktieren und in wenigen Tagen hatte ich den nächsten Auftrag in der Tasche. Mit diesem Kunde arbeite ich nun schon seit mehr als einem Jahr erfolgreich zusammen. Einen weiterer Kunde ist zu mir von meinem alten Arbeitgeber gewechselt und mittlerweile kontaktieren mich Endkunden direkt – meist auch über Social Media Kanäle.

Zum Thema Agenturen (Hays, Gulp, Etengo, usw), diese sind anfangs sehr nützlich um an Projekte zu kommen. Natürlich möchte aber jeder ein Stück abhaben vom Kuchen und daher sind die eigenen Margen deutlich geringer als bei Direktkunden. Aktuell arbeite ich mit keiner Agentur mehr zusammen.

Viele Grüße
Trailblazer

Mitglied
Judge Dredd

Hi Trailblazer,
vielen Dank für das Interview! super Story! Finde gerade vor dem Hintergrund, dass du von Haus aus (wie ich auch) ja eher nicht mit Finanzbildung ausgestattet warst, eine richtig tolle Entwicklung. Du holst richtig viel aus deinen Fertigkeiten raus. Mir war gar nicht so bewusst, dass in deinem Berufsbereich zwischen “Freelancern” und Angestellten so eine große Lücke hinsichtlich der Vergütung existiert.

Gerade den Punkt mit dem Umfeld kann ich sehr gut nachvollziehen. Ist in meinem Umfeld leider ähnlich, sodass finanzielle Dinge meistens auch nur meine Frau und ich besprechen und planen. Insbesondere unsere Entscheidung gegen ein Eigenheim auf Pump findet da wenig Verständnis 🙂

Viel Glück auf Eurem Weg und es ist ja nurnoch eine Frage der Zeit bis zum Millionärs-Interview 🙂
VG
Judge Dredd

Mitglied
Trailblazer

Hi Judge Dredd,

danke für dein Feedback.

Ja, die Lücke zwischen Freelancern und Festangestellten ist in meinem Bereich schon sehr groß. Allerdings darf man auch nicht vergessen, dass ich letztes Jahr ca. 270 fakturierbare Tage geleistet habe. Dazu kommen dann noch administrativen Aufgaben. Ich blieb zum Glück von krankheitsbedingten Ausfällen verschont, auch von den klassischen 30 Tage Jahresurlaub war ich weit entfernt. Wie heißt es so schön: Immer selbst, immer ständig.
Ich habe mich auch dazu entschlossen, nicht freiwillig in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen, sondern ausschließlich privat vorzusorgen. Das muss man bei den Verdienstunterschieden auch berücksichtigen.

Es tut gut zu hören, dass auch andere ein ähnlich gepoltes Umfeld haben. Die Entscheidung gegen ein kreditfinanziertes Eigenheim ist auch bei meinem Umfeld schon oft auf Unverständnis gestoßen. Für die Meisten gehört Vermögen und Eigenheim wohl immer noch untrennbar zusammen.

Viele Grüße
Trailblazer

Gast
Glücksjäger

Lieber Trailblazer,
Klasse zum Erreichten! Wow!
Studium ist so eine Sache… Meine besten Kumpels haben nicht den herkömmlichen Ausbildungsweg genommen und trotzdem sind sie GF‘s geworden. School of hard knocks!
IT ist ein unglaublicher Bereich, wird immer mehr. Viel ist in You-Tube Tutorials. Der der sucht, findet! Man muß nur lernen können/wollen (mit dem nötigen Disziplin/Geduld/usw., wenn es einem liegt…)
Ich wünsche alles Gute! Glücksjäger

Mitglied
Trailblazer

Hallo Glücksjäger,

danke für deinen Beitrag.

Ich denke für die meisten ist ein Studium ein guter Eintrittspunkt für die Karriere, zumindest für ein Beratungshaus. Dort wird es mit einer Ausbildung schwierig – das sind zumindest meine Erfahrungen.
Ich stimme dir zu, dass ich meinen eigentlichen Beruf hauptsächlich über Tutorials, Bücher und Projekterfahrung erlernt habe. Das Studium kratze hier nur an der Oberfläche.

Viele Grüße
Trailblazer

Mitglied
Kleinunternehmer

Wow, bravo Trailblazer.
Ich hätte die Frage wie du mit deinen Kunden die Verträge machst. Stundentarif, Monatspauschale mit enthaltenen Stunden oder Fixpreise für einzelnen Projekte? Der Stundenlohn wir hier wohl über 100€ liegen, wenn Netto >100k übrigbleibt, abzüglich Kosten und Steuern. Das im 1. Jahr zu schaffen ist super. Weiter so!!

Mitglied
Trailblazer

Hi Kleinunternehmer,

danke für deine Rückfrage.

Fixpreise für einzelne Projekte biete ich nicht an. Hier wäre mir das Risiko zu groß, da man den Aufwand zu Beginn eines Projektes nur schwer abschätzen kann und sich die Anforderungen meist ändern, auch wenn zu Beginn alles definiert schien. 🙂

Ich arbeite in aller Regel mit einem Stundensatz/Tagessatz und einem festen Kontingent für einen bestimmten Zeitraum. Wenn ein Kunde bereit ist, ein bestimmtes Tageskontingent (> 50 Personentage) garantiert abzurufen, gebe ich auch mal Volumenrabatte, da ich hierdurch eine hohe Auslastung erreiche und sich mein unternehmerisches Risiko reduziert.
Bei kleineren Projektvolumina (<20 Personentage) ist der Stundensatz entsprechend höher.

Viele Grüße
Trailblazer

Stefan
Gast

Hallo Trailblazer,

ich kann mich den anderen Kommentierenden nur anschließen: größten Respekt für das bisher Erreichte!

Ich finde es bemerkenswert, dass du trotz der fehlenden finanziellen Bildung Zuhause und den Neinsagern in deinem Umfeld deinen ganz eigenen Weg gegangen bist. Ich finde es auch sehr mutig, dass du dein negatives Umfeld hinter dir gelassen hast, weil es dich blockiert hat.

Das Problem mit dem Umfeld über das Thema Finanzen und Vermögensaufbau zu reden kenne ich nur zu gut. Viele sind da echt in einem 0815-Muster bestehend aus einem Haus, einem teurem Wagen und einem auch sonst nicht kostenbewussten Lebensstil gefangen. Ich denke die meisten machen sich einfach keine Gedanken darüber, was für sie finanziell betrachtet der richtige Weg ist. Da ist es immer das Einfachste die finanziell Blaupause des Umfelds für das eigene Leben zu übernehmen.

Was mich noch interessieren würde: Wie hat dein Umfeld auf deinen Sprung in die Selbstständigkeit reagiert?

Ich wünsche dir und deiner Familie alles Gute für die Zukunft!

Gruß Stefan

Mitglied
Trailblazer

Hallo Stefan,

vielen Dank für deinen Beitrag!
Mein Umfeld, sei es Familie, Freunde oder auch die eigene Frau waren zu Beginn sehr skeptisch. Der O-Ton war überall der gleiche – “Warum willst du denn deine gut bezahlte, unbefristete Stelle aufgeben?” “Das Risiko ist doch viel zu groß!” usw.
Selbst meine Frau musste ich lange davon überzeugen diesen Schritt überhaupt gehen zu dürfen. Vorher musste ich erstmal bei anderen Beratungshäusern vorstellig werden um auch ganz sicher zu sein, dass es nicht am Arbeitgeber liegen könnte.
Ein gutes Jahr später sind die Kritiker verstummt. Im Nachhinein hatte ich “sehr viel Glück mit dem Aufträgen”. Wie meistens wird sich gerne über alles Mögliche beschwert, aber nichts am Verhalten geändert. 😉

Ich wünsche dir auch alles Gute!

Viele Grüße
Trailblazer