Die rockende Goldposition des Maschinisten – Schlauer Konsum

Veröffentlicht am

Gemeine Überschrift – Der Maschinist besitzt nämlich überhaupt kein physisches Gold. Frau Maschinistin macht sich auch gar nichts aus Schmuck und mir selbst war der Sinn von gehorteten Goldmünzen oder Barren nie ersichtlich. Mit Ausnahme von Gold Futures, die man als Trade im Trend gut handeln kann, halte ich es mit Warren Buffet, der dem Goldbesitz rein gar nichts abgewinnen kann.

Aber ich habe für mich etwas Besseres als physisches Gold entdeckt und das ich gerne zu Hause aufbewahre. Mein gewählter Gegenstand ist langfristig mindestens so wertstabil wie Gold aber er macht mir zusätzlich noch viel Freude und ich kann Ihn auch noch benutzen. Ich halte z.B. aktuell ca. 1% des Familienvermögens in dieser speziellen physischen Anlageklasse.

 

Die Rede ist hier von Gegenständen, die nach dem Kauf Ihren Wert behalten oder optimaler Weise sogar noch im Preis steigen. Das Thema heißt deshalb übergeordnet auch „Schlauer Konsum”.

 

Wie findest Du solche Gegenstände und wann solltest Du Sie kaufen?

Wie bei vielen anderen Finanzdingen schaut die Masse auch hier leider beim Kauf nach den falschen Dingen. Sie konzentriert sich z.B. auf den Kaufpreis und vergleicht Ihn dann mit dem eigenen Budget, obwohl dieser für Dich als finanziell gebildeter Leser nicht an erster Stelle stehen sollte.

 

Kommen wir als erstes zu den Kaufregeln


  • Grundsätzlich kaufst Du als allererste Regel natürlich nie irgendetwas bevor Du das Geld nicht dafür hast. Leasing, Ratenzahlung und co sollten alles völlig unverständliche Fremdwörter für Dich sein. Falls das bei Dir noch nicht der Fall sein sollte, machst Du jetzt bitte den Rechner aus und kümmerst Dich erstmal um Deine Sparquote.

 

  • Wenn Du Top 1 gelöst hast, konzentrierst Du Dich bei Deinen Käufen auf die wenigen Dinge, die Dir wirklich am Herzen liegen und die Dich lange Zeit glücklich machen. Und ja, es gibt diese Dinge. Der Maschinist hat sich vor 25 Jahren z.B. ein gebrauchtes Motorrad gekauft. Es hat Ihn viele Jahre lang unglaublich glücklich gemacht und Ihm unvergessliche Erlebnisse auf Urlaubsreisen geschenkt.

 

  • Gebraucht ist fast immer besser als neu! Jeder Gegenstand verliert besonders zu Beginn prozentual viel an Wert. Das heißt, wir kaufen wenn möglich immer gebraucht! – Wie Du bist Dir zu fein dafür? Bevor Du kein siebenstelliges Wertpapierdepot hast, gibt es keinen Grund Dir für irgendetwas zu fein zu sein. Wenn Du schon ein solches Vermögen hast, wirst Du erkannt haben, dass Dinge gebraucht zu kaufen extrem schlau ist. Neukäufe sind dagegen oft ein Kennzeichen der finanziell Ungebildeten.

 

Jetzt wird es spannend

Deine Aufgabe ist es vor dem Kauf die Wertentwicklung Deines Traumgegenstandes über die Zeitachse abzuschätzen.

Bei einer E-Gitarre für den Maschinisten geht das zum Beispiel so:

Alle NoName Massengitarren verlieren nach dem Kauf direkt ca. die Hälfte des Wertes. Der Wert fällt aber auch danach immer weiter und nach z.B. einer halben Dekade ist das Instrument fast wertlos.

Finanziell betrachtet ist das also Blödsinn!

Aber es gibt eine Ausnahme

Absolutes Top End Equipment von den bekanntesten Herstellern mit glorreicher Vergangenheit verliert zwar auch nach dem Kauf fast die Hälfte des Neuwertes aber danach pendelt sich der Preis dort ein und steigt sogar nachfolgend mit der Inflation wieder an. Der Grund ist, dass alle diese Top End Gitarren kennen und alle Sie unbedingt haben wollen aber nur wenige davon produziert werden. Eine Gibson SG Custom wie auf dem Bild kostet neu z.B. über $5.000 im Gibson Custom Shop.

 

Wenn man wie der Maschinist unglaublich viel Freude an einer solchen Gitarre hat, könnte man z.B. eine Neue kaufen und danach direkt ca. die Hälfte des Geldes davon abschreiben.

Achtung Schraubenschlüssel kommt geflogen!

Wir hier in der Freiheitsmaschine lassen natürlich jemand anderes diesen Neukauf tätigen und kaufen diesem Menschen etwas später diese Gitarre deutlich günstiger ab. Ein Blick in Ebay offenbart z.B., dass gebrauchte aber neuwertige Gibson SG Custom für ca. $2.500 den Besitzer wechseln.

 

Danach wird es noch interessanter

Instrumente, die 20 Jahre oder noch älter sind, werden dann sogar wieder teurer (weil sie eben aus den coolen 60ern (70ern, 80ern…) sind und einige Features von dem Instrument nun nicht mehr genau so angeboten werden.

Das heißt, wenn Du Dir ein solches hochwertiges und seltenes Instrument gebraucht zulegst, bekommst Du Deinen Kaufpreis immer wieder zurück und langfristig wird zusätzlich mindestens auch noch die Inflation ausgeglichen!

 

Natürlich ist ein Aktienmarktinvestment rein finanziell betrachtet immer noch viel besser (!) und darin sollte ganz natürlich der Großteil Deines gesamten Vermögens investiert sein!

 

Mit einem Anteilsschein von Vanguard kann ich aber nicht auf der Bühne rocken und mit anderen Menschen zusammen Musik machen. Das heißt es ist für mich ein Investment in meine Lebensqualität und ein Kompromiss. Und zwar nach meiner Meinung ein sehr Guter.

Und genau wie in meinem Beispiel mit den hochwertigen Instrumenten, gibt es andere Gegenstände mit einem vergleichbaren Wertverhalten über die Zeitachse.

Du findest solche Produkte am ehesten in Bereichen, in denen es wenig weitere Entwicklung gibt oder in dem alte High End Sachen zusätzlich noch als „cooler“ wahrgenommen werden als Neue.

Bei hochwertigen mechanischen Uhren ist das z.B. der Fall oder bei exotischen PKW, die nur in sehr kleinen Stückzahlen verkauft wurden.

Wenn Du beim nächsten Mal also nach langem Überlegen etwas kaufen willst, an dem Du sehr lange Freude haben willst, frag als Erstes nicht nach dem Kaufpreis sondern schätze die zukünftige Wertentwicklung ab und kaufe das Produkt dann gebraucht am oder nahe des Tiefpunktes.

Die Freiheitsmaschine – Rockt Dich Frei!

 

 

Für welche Dinge gibst Du gerne Geld aus? Wie kaufst Du diese Sachen und was hast Du dabei gelernt?

Schreib uns in den Kommentaren dazu und berichte über Deine Erfahrungen.

Hinterlasse einen Kommentar

4 Kommentare auf "Die rockende Goldposition des Maschinisten – Schlauer Konsum"

Benachrichtige mich zu:
avatar
Sortiert nach:   neuste | älteste | beste Bewertung
Gast

Ich bin mehr und mehr dazu übergegangen mir zunächst die Frage zu stellen „wozu brauche ich das?“ bevor ich mich frage „wie und wo kann ich das am günstigsten kaufen?“.
Dadurch sind bei mir schon einige Kaufentscheidungen einfach ausgefiltert worden.

Aktuell ist das die Frage „wozu brauche ich eine Smartwatch?“. Diese Frage habe ich für mich erst einmal so beantwortet, dass ich damit nichts erledigen kann und sie mir nichts zusätzlich ermöglicht was mir mein Smartphone nicht ohnehin schon ermöglicht. Zugegebenermaßen lassen sich damit ein paar Sachen einfacher erledigen wie z.B. das Sport-Tracking. Aber es ist nichts was mein Leben so deutlich verbessern würde dass es 300-400 Euro Wert ist. Zudem ist es ein Produkt mit einem enormen Wertverlust da die Technologie hier rasant fortschreitet.
Daher hatte sich für mich die Frage nach den günstigsten BlackFriday- oder CyberMonday-Angeboten dann auch erledigt.

Gast

Diese Art der Investition ist sicherlich schlau, wenn man eh schon ein grosses Vermögen hat. Als Diversifikation. Ob das Oldtimer sind, Kunstgegenstände, Immobilien. Eben was anderes als Aktien. Aber solange ich noch kein Millionär bin, läuft da nix. Ich kaufe nichts in Hinblick auf sehr späten Rückkauf, denn solche Marken haben einen hohen Einkaufspreis. Auch wenn ich diese Produkte später gut verkaufen kann (vielleicht…), so kann ich ein anderes Produkt auch billiger einkaufen und verliere nicht zu viel Kapital (…). Und auch die NoName Produkte können top sein. Bisher habe ich eher die Erfahrung gemacht, dass man mit MArken Geld verliert, als man da einen Mehrwert hat. Es kann sicherlich Ausnahmen geben, aber grundsätzlich kaufe ich lieber billiger ein.

wpDiscuz