Millionär Interview Nr. 4 – Björn

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Die Freiheitmaschine rockt. „Über Geld spricht man nicht“ war gestern! Hier beim Maschinisten sprechen wir jeden Tag über Vermögen, Renditen, passive Einkommenströme und andere finanziell befreiende Dinge.

Heute schreibt uns Björn in der Reihe der Millionär Interviews. Vielen Dank Björn! Ich finde Dein Interview aus mehreren Gründen interessant. Du hast z.B. im Gegensatz zu mir den Großteil Deines Vermögens in vermieteten Immobilen investiert und das zusätzlich mit sehr gutem Timing in eine der besten Deutschen Städte der letzten Jahre. Fantastisch!

Ich habe dazu einige Fragen, die ich Dir im Kommentarbereich unter diesem Beitrag stellen werde. Alle anderen sind dazu natürlich auch herzlich eingeladen.

So genug geredet; hier das Interview mit Björn:

 

  • Wie alt bist Du (und der Partner falls vorhanden) und wie lange seid Ihr schon zusammen?
Ich bin kurz vor dem 46. Lebensjahr und bin seit 11 Jahren verheiratet. Meine Frau ist 45 Jahre jung.

 

  • Habt Ihr Kinder und wenn ja, wie alt sind sie?
Wir haben 2 Jungs, die 10 und 7 Jahre alt sind.

 

  • Wo auf der Welt lebt Ihr (in der Stadt oder auf dem Land)?
Wir leben in einem kleinen Dorf mit 250 Einwohnern in der Mitte Deutschlands.

 

  • Was ist Dein (euer) jährliches Nettoeinkommen aus euren Berufen sowie euren Investments?
Unser jährliches Nettoeinkommen liegt bei ca. 36.000 EUR aus Gehalt bzw. selbständiger Tätigkeit. Daneben erhalten wir aus unseren vermieteten Eigentumswohnungen Mieteinnahmen i.H.v. ca. 40.000 EUR, die aber noch die nächsten Jahre komplett in die Zins- und Tilgungsleistung an die Bank gehen.



  • Wie hoch sind eure jährlichen Ausgaben und gibt es Dinge für die Du gerne Geld ausgibst?
Wir haben ca. 24.000 EUR jährliche Ausgaben für Haushalt, Auto und Kinder. Am liebsten geben wir aber das Geld für Urlaub und Ausflüge aus.

 

· Wie hoch ist Dein (Euer) aktuelles Vermögen?

Ca.1 Mio Euro, je nach Bewertung der vermieteten ETW´s auch etwas höher oder niedriger.

 

· Wie hast Du (Ihr) euer Vermögen investiert (Aktien, Aktienfonds, vermietete oder selbstgenutzte Immobilien, eigenes Business, sowie Bargeld (inkl. Giro- und Tagesgeld)

80 % vermietete Eigentumswohnungen in Potsdam und Berlin, 20 % in Fondspolicen, Fondsriesterverträgen, Investmentfondsdepot und Beteiligungen.

 

· Wie hast Du es geschafft, Dein Vermögen zu generieren?

Ich habe seit den 90-er Jahren konsequent in Aktienfonds gespart. Um meine Anlagen breiter zu streuen, habe ich mich im Immobilienbereich umgeschaut und als Einstieg in 2006 ein Pflegeappartement gekauft. Durch Zufall habe ich 2008 erfahren, dass eine große ostdeutsche Bank ihre Immobilien abstößt und als Eigentumswohnungen zu recht günstigen Preisen verkauft. Die Wohnungen waren hauptsächlich in Berlin und Potsdam. So habe ich 5 kleine Wohnungen (35-40 m² Wohnfläche) im Paket gekauft. 2 Jahre später habe ich dann wieder zugeschlagen und nochmal 3 Wohnungen in Potsdam gekauft. Die Mieten hatten damals schon problemlos die Kreditraten getragen und sind durch die Mieterwechsel weiter gestiegen. Meine bisher letzte Wohnung habe ich dieses Jahr gekauft. Eine Erbengemeinschaft wollte unbedingt die Wohnung des verstorbenen Vaters preisgünstig loswerden. Somit bin ich nun bei 10 vermieteten Wohnungen angekommen.

 

· Welche Fehler hast Du auf Deinem Weg gemacht, was würdest Du Deinem jüngeren Ich dazu raten und was können die Leser Der Freiheitsmaschine davon lernen?

· Ich habe in 2 Beteiligungen ca. 90.000 EUR investiert und es ist heute noch nicht absehbar, wann und ob davon wieder Geld zurückfließt. Ich habe mich von den Versprechungen blenden lassen. Man hat einfach keinen Einfluss auf das Investment und ist den Entscheidungen und Fehlentscheidungen des Managements ausgeliefert. Also meine Empfehlung: Finger weg von geschlossenen Beteiligungen, so gut sie auch klingen mögen. Bis auf wenige Ausnahmen ist das meiste nur Schrott!

 

· Was hast Du während Deines Weges zur finanziellen Unabhängigkeit gelernt und was können andere Menschen davon für sich nutzen?

Glaube niemanden, außer dir selber.

 

· Was machst Du aktuell um Dein Vermögen zu nutzen/erhalten oder noch zu erhöhen?

Ich möchte in den nächsten Jahren meine Kredite zurückzahlen und von den Mieteinnahmen leben.

 

· Hast Du eine bestimmte Vermögenshöhe, die Du erreichen willst?

Eine bestimmte Vermögenshöhe ist für mich nicht wichtig. Für mich zählt ein regelmäßiger Cashflow viel mehr.

 

· Wo stehst Du aktuell? Was sind Deine Pläne für die Zukunft bezüglich Deine Lebensstils, Lebensortes oder Deiner aktuellen Arbeit?

Ich bin selbständig und durch die vermieteten Wohnungen kann ich deutlich entspannter in die Zukunft blicken. Ich laufe keinem Kunden mehr hinterher. Wer nicht bei mir kaufen will, der lässt es. Rabatte gibt es bei mir nicht. Ich arbeite nur noch täglich 3-4 Stunden in meinem Büro und widme mich mehr Haus und Garten und der Familie.

 

· Gibt es noch einen Rat, den Du den Menschen in Der Freiheitsmaschine gerne mitgeben möchtest?

Mache Fehler, aber mache diese Fehler nur einmal und lerne daraus!

 

Das war das Interview mit Björn. Vielen Dank noch einmal für die Zeit und Mühe!

Wer ebenfalls Interesse an einem Interview hat, kann mir unter maschinist@freiheitsmaschine.com schreiben. Alle Interviews werden natürlich komplett anonymisiert und nur auf ausdrücklichen Wunsch werden bestimmte Informationen geteilt.
Und jetzt seid Ihr dran! Was interessiert euch speziell an Björns Weg? Was hilft euch besonders weiter? Benutzt dafür die Kommentarfunktion.

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13 Kommentare auf "Millionär Interview Nr. 4 – Björn"

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Gast

Das ist natürlich eine motivierende Geschichte.
Leider in der heutigen Zeit schwer nachzumachen.
Ich wohne in Berlin und die Immobilienpreise sind einfach unfassbar.
Ich frage mich wer bei diesen Preisen kauft?
Letztens erst eine kleine 2 1/2 Zimmer Wohnung für 280k gesehen.
Mieteinnahmen wären optimistisch ca 700-750€ kalt drin.
Da kann man sich ja ausrechnen, wann sich das rentiert.
Ich bin ein großer Freund von Immobilien und hätte auch gerne die ein oder andere zum vermieten, aber das ist momentan nicht machbar.
Trotzdem gibt es viele Käufer, die zu diesen Preisen kaufen.
Den Sinn dahinter verstehe ich allerdings nicht.
Da Wohne ich lieber mein Leben lang zur Miete und hab trotzdem ein Vermögen gespart…
In Björns Fall kann ich ur sagen: alles richtig gemacht!
Die finanzielle Freiheit ist schon sicher.
Glückwunsch 😉

Gast

Hallo Björn,

ist die selbstgenutzte Immobilie (Einfamilienhaus?) in der Vermögenssumme enthalten? Und ihr haltet keinerlei Barmittel?

MfG
Marks

Gast

Hallo Mark,

ich habe bisher keine eigene selbstgenutzte Immobilie. Mein Elternhaus ist relativ groß und ich habe hier angebaut. Sicherlich werde ich dieses später einmal übernehmen. Barmittel habe ich relativ wenig. Den normalen Lebensunterhalt bestreiten wir aus unserem monatlichen Einkommen. Auf unserem Girokonto sind im Schnitt 2-3 TEUR. Falls einmal Not am Mann ist, kann ich auf das Depot zurückgreifen.

Gruß! Björn

Gast

Wow, Der Maschinist feuert aus allen Zylindern und präsentiert jeden Tag neuen Content.
Was man an dieser bisher noch kleinen Serie schon gut erkennen kann, ist, dass es viele Wege gibt wie man zum Ziel kommt.

So wie der eine beim Bergsteigen Höhenangst bekommt und sich auf dem Wasser pudelwohl fühlt, so wird der andere auf dem Wasser seekrank und klettert auf dem Berg in neue Höhen.

Der eine fürchtet bei Immobilien Klumpenrisiko und stattliche Eingriffe, fühlt sich aber mit Aktien wohl weil weltweit diversifiziert.
Der andere fürchtet bei Aktien die Schwankungen und den Totalverlust, schläft aber ruhig mit seinem Betongold und den regelmäßigen Mieteinnahmen.

Es ist eben Typabhängig. Man braucht in der Regel einige Jahre und einige Fehler bis man herausgefunden hat auf welchen Terrain bzw. mit welchen Assets man sich dauerhaft wohl fühlt. Je früher man das herausfindet desto besser

Gast

Hallo Julian,

Du triffst den Nagel auf den Kopf! Viele Wege führen nach Rom. Wenn ich eine Aktie gekauft habe, habe ich meist zu früh verkauft und mich danach darüber geärgert. Bei der Wohnung bin ich deutlich entspannter, da ich die Schwankungen des Preises nicht merke.

Gruß Björn

Mitglied

Ja und auch an der Börse gibt es viele Strategien und Vorlieben.
Finde das Interview auch interessant, da es eben nicht Börse ist. Glückwunsch zum Ziel, so langsam bildet sich auch hier eine tolle Community, die auf ein hohes Ziel hinarbeitet.

Gast

Das ist ja mal symphatisch. Bei eurem Nettoeinkommen finden wir uns wieder, Björn.

Nicht falsch verstehen, ich gönne jedem seine 100.000 Jahreseinkommen, aber der Medianverdienst sieht in Deutschland anders aus. Wie wir zeigt ihr deutlich, dass auch bei eher geringem Einkommen – und mit Kindern – ein Vermögen aufgebaut werden kann. Ein wertvolles Beispiel, mit dem auch die “große Masse” etwas anfangen kann. Glückwunsch und weiter so!

Gast

Hallo Sebastian,
erstmal Danke für Dein Lob! Wie ich oben schrieb, war mein Einkommen von 2002 bis 2010 schon etwas höher. Ich hatte so im Schnitt 40-50 TEUR Nettoeinkommen und war die ersten Jahre noch Single. Als dann die Kinder dazukamen, wurde es mit dem Sparen natürlich schwieriger. Aber, wer einmal sparsam gelebt hat, ändert seinen Lebensstil nicht einfach, wenn es im Leben finanziell besser läuft, es sei denn, das Geld kommt von einem Lottogewinn oder einer Erbschaft. Da lässt sich das Geld vielleicht leichter ausgeben.
Ich habe einmal gelesen, das man ab 60-70 TEUR Jahreseinkommen keinen gleichzeitigen Zuwachs an Glück erfährt. Und so sehe ich das auch.

Gruß! Björn

Gast

Hallo Björn,
da das in den Kommentaren zu meinem Interview Nr 8 thematisiert wurde: Wie sieht denn deine “Übergabestrategie” im Fall der Fälle deiner unerwarteten “Abberufung ins Gemüsebeet” zum jetzigen Zeitpunkt, was Gott verhüten möge, aus? Das dürfte bei deinem Immobilienimperium unvorbereitet eine wesentlich größere Herausforderung sein als die Übergabe meines zwar unkonventionellen aber reinen Finanzwerte-Depots, das etliche Jahre ohne Steuerung problemlos überstehen würde.

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