Jetzt stehen dreiunddreißig Artikel in der Freiheitsmaschine, die mit ca. 50.000 Wörtern zusammen gesetzt wurden. Es gibt ein paar ernste Themen und andere, wo man vielleicht etwas lernen kann. Es gibt lustiges und manchmal auch nur den platten Slang des Maschinisten, wenn er sich mal wieder für besonders witzig hält.

Wer genau hinschaut, sieht hinter all dem aber eigentlich nur ein einziges großes Thema. Es ist das Thema, das mich schon antrieb, bevor ich in einer Kneipe ein Bier bestellen durfte oder als Dorfkind auch nur irgend eine Ahnung hatte, dass es den Aktienmarkt oder die Börsen überhaupt gibt. Das Thema zieht sich so durch mein Leben, das z.B. Freunde sich manchmal vor den Kopf gestoßen fühlten, wenn ich ohne Ankündigung den gemeinsamen Abend beendete, weil ich „raus“ musste oder ich mich mitten im Semester des Studiums aufs Motorrad setzte und erst Wochen später wieder aus Südspanien zurück kam. Es ist das, was mehr als einmal meine früheren Lebensabschnittspartnerinnen zur Verzweiflung trieb und wenn ich richtig darüber nachdenke, ist es in Wirklichkeit auch dass, warum ich all diese zusätzliche Arbeit in den letzten 16 Jahren auf mich genommen habe. Das Thema ist so wichtig für mich, dass ich es als einziges ohne irgendwelchen Firlefanz als Überschrift genommen habe.

Mein Ziel ist FREIHEIT! Es ist nicht nur ein Bedürfnis, es ist wie eine Gier, eine Sucht. Wenn ich früher an manchen dunklen Tagen oder eher Wochen arg vom Wahnsinn des Angestelltendaseins frustriert war, war es auch dieses Gefühl, das mich weiter machen lies. Und wenn ich mal wieder von den Bewegungen der Börse geschlagen wurde, war es nicht das verlorene Geld, dass mir am Meisten weh tat, sondern die nun wieder ein Stück weiter entfernte persönliche Freiheit.

Freiheit ist ein Hauptmotivator in meinem Leben und ich habe diesem Bedürfnis neben vielen schlaflosen Nächten und Schmerzen sehr viel zu verdanken.

Wieso bist Du eigentlich hier? Was treibt Dich an? Wo willst Du hin?

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Freiheit

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11 Gedanken zu „Freiheit

  1. Freiheit ist wichtig. Eine Freundin sagte mal: “Der Preis der Freiheit ist immer die Freiheit” Was sie damit meint ist zb ein Auto, das einem Freiheit in Bezug auf Mobilität bringt, einen aber finanziell einschränkt.

  2. Auch mein Antrieb ist die Freiheit, doch mit der Freiheit ist es so eine Sache 🙂
    als ich ein kleines Mädchen war was nicht immer seinen Willen durchsetzen konnte, wünschte ich mir “gross zu sein, volljährig zu sein”, ich sagte trotzig zu meinen Eltern “wenn ich erst volljährig bin dann habt ihr mir gar nix mehr zu sagen, dann mach ich was ich will”
    Ich wurde älter und fand nicht die Freiheit, sondern neue Herren, in Form von Lehrherren, in Form von Arbeitgebern, bis zum heutigen Tag ist es so, ich sage wieder “wenn ich erst finanziell frei bin / in Rente bin, dann hat mir aber gar Niemand mehr was zu sagen” dann ist fertig und ich mache nur noch was ich will!!!!
    Aber ich bin älter geworden, ich weiss, der Tag wird kommen wo ich frei sein werde, doch dann wird irgendwann der Herr oder die Frau Doktor dastehen und wird mir diktieren wie ich zu leben habe, welche Pillen ich nehmen muss, die Gesundheit wird mein neuer Herr sein.. ich glaube absolute Freiheit können wir nicht erreichen, auch meine jetzigen Herren sind ja nicht wirklich frei!
    Dennoch, ich probiere es und vielleicht gewinne ich ja, wenigstens ein paar Jahre….

    1. Hallo Annabella, danke fuer diese Betrachtungsweise. Ich stimme mit Dir ueberein, dass wir nicht in allen Bereichen zu 100% frei werden koennen. Fuer jeden, der eine Familie mit Kindern hat, ist das fuer diesen Zeitraum einfach ersichtlich. Wir geben in diesem Fall temporaer ein Stueck persoenliche Freiheit ab, um dafuer etwas anderes zu erhalten.

      Die finanzielle Freiheit ist aber schon ein sehr dicker Brocken. Wenn Du auf einmal 15 Stunden anstatt weniger als 5 Stunden pro Tag fuer Dich selbst hast, machen auch die restlichen Verpflichtungen deutlich weniger aus.

      Und ja natuerlich; wir alle haben bedauerlicherweise ein Verfallsdatum.
      Darum: Nutze die Zeit; Sie ist Dein kostbarstes Gut.

  3. Es gibt ein Wort das ich mit Freiheit gleichsetze, obwohl es etwas ganz anderes bedeutet. Würde.
    Freiheit =Würde. Die anderen Sorgen kommen dann schon noch von ganz allein.
    Von daher stellt sich mir gar nicht erst die Frage ob ich es versuche oder nicht. Finanzielle Freiheit ist vielleicht keine Garantie aber Grundvoraussetzung. Was ich lange Zeit nicht einsehen wollte. Das ging sogar so weit das der bloße Gedanke an Geld gegen meine Würde verstieß.
    Heute beschleicht mich, wenn ich auf mein Leben schaue, immer ein leichtes Gefühl der Scham.

    und jetzt etwas kindlich gesprochen
    Wer von meinem Schlag ist kann sich nicht würdig nennen wenn er mehr wie zwei Stunden am Tag für Geld arbeiten muss! UND! Wen Du vor 10:00 Uhr morgens auf der Straße siehst der hat es im Leben zu nichts gebracht! Sooo!!!

    man kann das Spiel des Lebens nicht gewinnen aber man kann es spielen.

    einen Versuch ist es Wert

    1. Hallo Hilfsschlosser,

      mit dem Begriff Wuerde gehe ich mit. An Deiner finanziellen Unabhaengigkeit zu arbeiten, heisst im Endeffekt, Dich um Dein zukuenftiges Ich zu kuemmern und fuer es zu Sorgen. Dort hinein passen dann auch fuer mich Begriffe wie Wuerde und auch ein gesundes Selbstbewusstsein.

      Mit Deiner Einteilung vor und nach 10:00 Uhr morgens kann ich nichts anfangen. Ich habe z.B. einen Freund, der wurde mit Immobilieninvestments hier in den USA wohlhabend. Er arbeitet nur noch, was Ihm Spass macht. Eine seiner liebsten Handlungen ist trotzdem, morgens um ca. 05:00 Uhr aufzustehen und sich in ein Caffee zu setzen und dort lesend ueber den kommenden Tag nachzudenken.

      Mich koenntest Du morgens um halb 8 bald auf der Strasse sehen, wenn ich meine Kinder zur Schule bringe. Danach bin ich auf der Strasse auf dem Weg zum Strand zum Surfen lernen oder zurueck im Haus, um etwas anderes aktiv zu tun.

      Ich glaube, dass ist vielleicht eher ein Ausdruck, was Du an Deinem eigenen Tagesablauf nicht magst, weil es zwangsweise geschieht; oder?

      1. Ja, ja, war ja auch kindlich gemeint. Ich beneide Menschen die morgens um 5:00 Uhr wach sind.
        Als so genannte Eule ist mir das aber unmöglich.

  4. Für mich heißt Freiheit, mir einzubilden, dass ich Dinge freiwillig tue, wann ich es will. Ob es auch wirklich so ist und nicht nur Einbildung, ist eine andere Geschichte. Aber wenn ich wöllte, könnte ich alles hinschmeißen und einen anderen Lebensweg einschlagen, ohne wirkliche Konsequenzen.

    Auschlafen ist für mich schon Freiheit. Das Wochenende mal keine Pläne zu haben. Keine Kinder, keine Haustiere, keine Pflanzen, die man täglich gießen muss, keine Kehrwoche… Ok, Kochen und Wäschewaschen muss ich noch.

    Und wenn mir die Decke auf den Kopf fällt, dann schnupper ich draußen im Grünen frische Luft und viele Sorgen wirken unbedeutend. Gesundheit zählt. Alles andere sind vom Menschen geschmiedete Zahnräder. Wer sich die Natur und ihre Wunder anschaut, wird merken, dass das korrekte Ausfüllen einer Steuererklärung, die Note einer Prüfung und Religion nicht lebensnotwendig sind, sondern vom Menschen geschaffen. Damit jede Ameise beschäftigt ist, weil wir sonst zu wenig Sorgen in unserem schönen Leben hätten.

  5. Freiheit ist, jemandem den Stinkefinger zu zeigen, weil man es sich leisten kann
    Freiheit ist, einer Arbeit leidenschaftlich nachzugehen, bei der wenig hängen bleibt
    Freiheit ist, sich die Zeit zu nehmen, dass hier zu schreiben 🙂

  6. Das ist bei mir genauso. Diese ganze Zivilisation kann mich mal, nichts weiter als Gefängnis und Sklaverei. Ich fühle auch, wie meine Seele eher untergeht anstatt dass sie in dieser Umgebung aufblüht. Die Einbildung der Industrienationen sie seien sooo viel weiterentwickelt als die übrigen geht mir total auf den Sack. Im grunde will ich hier raus, aber der schöne Lohn und damit die grosse Hilfe auf dem Weg zur finanziellen Freiheit bindet mich noch an diese kapitalistische Welt. Mein Leben in Dauerurlaub sieht unglaublich schön aus und zum Teil habe ich dieses Leben schon gelebt. Und dann muss ich in die Arbeitswelt und könnte jedes mal kotzen. Zum Glück habe ich aber eine gute Arbeitsstelle.

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