“75%? Cool! Aber wie soll das gehen?” Ganz einfach! Drucke diesen Beitrag aus und lege Ihn in Deine Geldbörse. Nein, Du mußt beim Kauf nichts vorzeigen. Immer, wenn Du etwas kaufen willst, liest Du Ihn einfach einmal durch.


Dieser fantastische Gutschein spart dem Maschinisten und seiner Familie jedes Jahr tausende US-Dollar. Geschaffen wurde er von meinen Mitmenschen. Sie geben mir freiwillig fast alles viel günstiger und übernehmen alle Differenzkosten auf eigene Rechnung. Das funktioniert in Deinem Land genauso. Und dann soll noch jemand sagen, die Deutschen seien knauserig.

Nachdem ich den Spaß ausgereizt habe, komme ich jetzt zu meinem $1200 Business Laptop, das meine Mitbürger mir für $250 verkauft haben. Oder soll ich lieber bei meinen $80 Business Hemden anfangen, die ich für jeweils $20 mit ein paar Mausklicks nach Hause geschickt bekommen habe? Nein, am allerbesten fange ich wahrscheinlich mit dem Groß­teil der Möbel an, die im Freiheitsmaschinenhaushalt stehen. Sie sehen fast aus wie neu, aber die Meisten sind gebraucht gekauft.

Viele Menschen der westlichen Welt denken zwar, dass Sie zu wenig Geld haben aber gleichzeitig möchten Sie alle Dinge in Ihrem Leben ausschliesslich brandneu im Geschäft kaufen. Warum ich das weiss? Ganz einfach; wieso sollte ich sonst bei eBay ein vielleicht zweimal getragenes Designer Hemd für $20 kaufen können; ein 18 Monate altes $400 Full HD Smartphone für $140 und wie schon erwähnt bei Craigslist USA den Groß­teil meiner Möbel für einen Bruchteil des Neuwertes. Die Preise sind so niedrig, weil es im Vergleich zum Angebot fast keine Nachfrage nach gebrauchten Dingen gibt.

Die Hälfte der Amerikaner balanciert mit Kreditkartenschulden durchs Leben aber mit weniger als einer neuen $2.000 Apple Laptop/Smartphone Kombi alle zwei Jahre, ist es Ihnen anscheinend unmöglich bei Facebook Bilder hochzuladen. Der neue Bildschirm hat eben mehr Pixel und außerdem ist es einen Millimeter dünner als der alte Brocken. Sorry, daran hatte ich nicht gedacht. Sind natürlich alles Kaufargumente…

Nein, sind es nicht! Klartext gesprochen, ist das alles von Werbung und Gruppendynamik induzierter Wahnsinn! Der Großteil der Menschen der westlichen Welt wandelt im Konsumwahn durch den Tag und kann dann nachts nicht schlafen (und bis ins sechste Lebensjahrzehnt nicht aufhören zu arbeiten), weil die Geldsorgen drücken.

Wenn ich einen sarkastischen Moment habe, stelle ich mir eine riesige Menschenmenge vor, die unbedingt auf eine Sklavengalere will. Die Menschen wollen anscheinend unbedingt Rudern und ausgepeitscht werden. Es ist Ihnen wichtiger, mit dem Nachbarn mitzuhalten, als mehr Zeit mit den eigenen Kindern verbringen zu können. Der Wert der eigenen Freiheit (und damit mehr Lebensglück) ist vielen anscheinend weniger wichtig als 1mm Laptopdicke, 50 Mehr-PS beim Auto und 100m2 mehr Hausgröß­e Es ist Ihnen wichtiger, immer das Allerneueste zu haben (das dann am allerschnellsten wieder alt wird), anstatt sich mit einem klitze-kleinen-bisschen weniger zufrieden zu geben, für das Sie Kaiser Wilhelm oder Napoleon immer noch unglaublich beneidet, und ohne zu Zögern mit Ihnen getauscht hätte.

Das Schönste zum Schluss: Du mußt diesen ganzen Quatsch nicht mitmachen! Wenn Du das nächste Mal den Drang spürst, Dir etwas Neues zu kaufen, schlaf erst ein paar Nächte drüber. Frage Dich, ob der Gegenstand es wirklich Wert ist, dass Du dafür Dein kostbares Freiheitsgeld eintauschen und es stattdessen nicht besser im Aktienmarkt in Deine Freiheit investieren willst. Falls Du die Sache dann trotzdem unbedingt haben willst, kauf Sie Dir. Aber denke zuerst an den Gutschein vom Maschinisten!

RSS
Follow by Email
Facebook
Facebook
LinkedIn
75℅ auf alles mit der Freiheitsmaschine

Beitragsnavigation


3 Gedanken zu „75℅ auf alles mit der Freiheitsmaschine

  1. Ein wirklich guter Beitrag und gerade die Überschrift zieht Aufmerksamkeit auf sich.

    Ich denke ein typisches Beispiel für den Wahnsinn des alles Neukaufens ist der Autokauf.
    Zum einen stellt sich die Frage, ob nicht vielleicht auf ein Auto verzichtet werden kann und wenn dann ein Auto gekauft wird, ist es meist nigel nagelneu.
    Selbst in meinem Bereich von Mitstudierenden scheint der Kauf von einem gebrauchten Auto, Laptop, Handy oder Klamotten total abwegig und die Leute kaufen lieber alles ganz neu.

    Dazu kommt noch, dass die meisten Leuten dann auch ein Modell kaufen müssen, dass gerade erst auf den Markt gekommen ist und sich nicht mit einem älteren fast gleich guten Modell anfreunden können.
    So besitze ich noch ein Samsung Galaxy S 3 Mini und bin damit in meinem Freundeskreis die absolute Ausnahme. Sonst hat jeder ein Handy, das kaum älter als ein Jahr ist.
    Dafür jammern diese Leute auch immer, dass sie nicht genug Geld haben.

    Schöne Grüße

    Dominik

  2. Hallo Dominik,
    ja, in den Laptopforen ist mir das auch schon aufgefallen.
    Dort werden von Studienanfaengern ohne mit der Wimper zu zucken 1000 Euro fuer ein Thinkpad auf den Tisch gelegt, um “Zukunftssicherheit” zu haben. Die beiden Woerter Zukunftssicher und Elektronik sind natuerlich alleine betrachtet schon ein Witz. Ein drei Jahre altes Business Laptop mit neuer SSD und vielleicht noch einem neuen Akku versehen und man hat mindestens fuer drei weitere Jahre ein perfektes Arbeitsgeraet. Gesamtkosten vielleicht 100 Euro pro Jahr (ueber drei Jahre abgeschrieben) anstatt 300 Euro. Und das ist ja nur ein kleines Beispiel betreff einer generellen Verhaltensweise.

    Schoenes Wochenende!

  3. ah, was die Masse an Vollpfosten mit dem Geld anstellt, da denke ich immer an den Spruch von Einstein, die Dummheit der Menschheit ist unendlich. Es lohnt sich nicht darüber aufzuregen oder die Leute aufzuklären, sondern lieber seinen Spass haben und sich amüsieren, auf was für einen Schwachsinn die Leute kommen. Wohnung mieten für >3000€ als Single zum Beispiel, weil da jemand unbedingt lieber in Zürich wohnen will als etwas ausserhalb, wo sein Arbeitsplatz ist *lol*

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.