75℅ auf alles mit der Freiheitsmaschine

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Der Maschinist spielt wieder einmal den Werbeheini. Wenn er nicht beim Maschinenbau gelandet wäre, hätte es Ihn vielleicht in eine Werbeagentur verschlagen (Wir haben alle viele verschiedene Talente). Nach fünf Jahren USA muss ich mich aber wahrscheinlich wieder besser an den deutschsprachigen Kunden anpassen. Übertreibungen kommen am 50.ten Breitengrad nicht gut an.

Aber das hier ist keine Übertreibung – Es gibt hier 75% auf alles!

“Fünfundsiebzig Prozent? – Wow! Aber wie soll das gehen – Maschinist?” Ganz einfach, lieber Leser! Drucke Dir diesen Beitrag aus und lege Ihn in Deine Geldbörse. Nein, Du musst beim Kauf nichts vorzeigen. Die Regel lautet: Immer wenn Du etwas kaufen willst, liest Du Dir diesen Beitrag einmal durch.

Dieser fantastische Gutschein spart dem Maschinisten und seiner Familie jedes Jahr tausende US-Dollar. Und das Beste daran: Geschaffen wurde er von meinen (und Deinen) Mitmenschen! Diese geben mir freiwillig fast alles was ich mir kaufen möchte viel günstiger und übernehmen alle Differenzkosten auf eigene Rechnung. Das funktioniert bei Dir genauso. Und dann soll noch jemand sagen, die Menschen denken nur an sich selbst.

Nachdem ich den Spaß jetzt ausgereizt habe, komme ich zu meinem $1200 Business Laptop, dass meine Mitbürger mir für $250 verkauft haben. Oder soll ich lieber bei meinen $80 Business Hemden anfangen, die ich für jeweils $20 mit ein paar Mausklicks nach Hause geschickt bekommen habe? Mhh, am allerbesten fange ich wahrscheinlich mit dem Groß­teil der Möbel an, die im Freiheitsmaschinenhaushalt stehen. Sie sehen fast aus wie neu, aber sehr viele davon sind gebraucht gekauft.

Die meisten Menschen der westlichen Welt denken zwar, dass Sie zu wenig Geld haben (und am Monatsende ist bei vielen von Ihnen rein gar nichts mehr übrig) aber gleichzeitig kaufen Sie Gegenstände in Ihrem Leben viel zu teuer ein. Warum ich das weiß? Ganz einfach – Wieso sollte ich sonst ein gebrauchtes Designerhemd für $20 kaufen können; ein 18 Monate junges $600 Smartphone für weniger als $200 und wie schon erwähnt den Groß­teil meiner Möbel für einen Bruchteil des Neuwertes?

Die Antwort lautet: Die Preise sind so niedrig, weil es im Vergleich zum Angebot fast keine Nachfrage nach gebrauchten Dingen gibt!

Die Hälfte der Amerikaner (und auch viel zu viele Deutsche Bürger) balanciert mit Kreditkartenschulden durchs Leben aber mit weniger als einer neuen $2.000 Apple Laptop/Smartphone Kombi alle zwei Jahre ist es Ihnen anscheinend unmöglich bei Facebook Katzenbilder hochzuladen. Der neue Bildschirm hat eben mehr Pixel und außerdem ist es einen Millimeter dünner als der alte Brocken. Sorry, daran hatte ich nicht gedacht. Sind natürlich alles Kaufargumente…

Nein! Das sind es nicht! Klartext gesprochen, ist das alles von Werbung und Gruppendynamik induzierter Schwachsinn! Der Großteil der Menschen der westlichen Welt wandelt im Konsumwahn durch den Tag und kann dann nachts nicht schlafen (und bis ins späte sechste Lebensjahrzehnt auch nicht aufhören zu arbeiten), weil Geldsorgen drücken.

Wenn ich einen sarkastischen Moment habe, stelle ich mir eine riesige Menschenmenge vor, die sich auf eine Sklavengaleere drängt. Diese Menschen wollen unbedingt Rudern und ausgepeitscht werden. Es ist Ihnen wichtiger, mit dem (Ruder-) Nachbarn mitzuhalten, als mehr Zeit mit der eigenen Familie verbringen zu können. Selbstbestimmte Lebenszeit (und damit mehr Lebensglück) ist den meisten Menschen anscheinend weniger wichtig als die Größe Ihres Laptops, die PS Zahl Ihres Autos oder die Größe Ihrer Wohnung. Es ist Ihnen wichtiger, immer das Allerneueste zu haben (das dann am allerschnellsten wieder alt wird), anstatt sich mit etwas weniger zufrieden zu geben, für das Sie Kaiser Wilhelm oder Napoleon immer noch beneidet hätte.

Und nun ans Eingemachte

Dieser ganze Quatsch ist optional! Du musst Ihn nicht mitmachen! Wenn Du das nächste Mal den Impuls spürst Dir etwas Neues zu kaufen, dann mach es Dir zur Regel erst ein paar Nächte darüber zu schlafen! Frage Dich, ob dieser Konsumartikel Deiner Träume es wirklich wert ist, dass Du dafür auf Deiner Strafgaleere zusätzliche Lebenszeit gegen Geld eintauschen willst und es nicht stattdessen besser im Aktienmarkt in Deine Freiheit investieren und Dir damit einen lebenslangen Cashflow erzeugst.
Falls Du diese Sache dann trotzdem unbedingt haben willst, dann kauf Sie Dir. Aber dann denke zuerst an den Gutschein vom Maschinisten – Das heißt, kaufe Sie wenn immer möglich gebraucht! Der Großteil des Konsums ist schon verrückt genug. Lass andere den Hauptteil der Kosten tragen.

Die Freiheitsmaschine – Je mehr Du Sie gebrauchst, desto besser wird Sie!

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3 Kommentare auf "75℅ auf alles mit der Freiheitsmaschine"

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Gast

Ein wirklich guter Beitrag und gerade die Überschrift zieht Aufmerksamkeit auf sich.

Ich denke ein typisches Beispiel für den Wahnsinn des alles Neukaufens ist der Autokauf.
Zum einen stellt sich die Frage, ob nicht vielleicht auf ein Auto verzichtet werden kann und wenn dann ein Auto gekauft wird, ist es meist nigel nagelneu.
Selbst in meinem Bereich von Mitstudierenden scheint der Kauf von einem gebrauchten Auto, Laptop, Handy oder Klamotten total abwegig und die Leute kaufen lieber alles ganz neu.

Dazu kommt noch, dass die meisten Leuten dann auch ein Modell kaufen müssen, dass gerade erst auf den Markt gekommen ist und sich nicht mit einem älteren fast gleich guten Modell anfreunden können.
So besitze ich noch ein Samsung Galaxy S 3 Mini und bin damit in meinem Freundeskreis die absolute Ausnahme. Sonst hat jeder ein Handy, das kaum älter als ein Jahr ist.
Dafür jammern diese Leute auch immer, dass sie nicht genug Geld haben.

Schöne Grüße

Dominik

Mitglied

ah, was die Masse an Vollpfosten mit dem Geld anstellt, da denke ich immer an den Spruch von Einstein, die Dummheit der Menschheit ist unendlich. Es lohnt sich nicht darüber aufzuregen oder die Leute aufzuklären, sondern lieber seinen Spass haben und sich amüsieren, auf was für einen Schwachsinn die Leute kommen. Wohnung mieten für >3000€ als Single zum Beispiel, weil da jemand unbedingt lieber in Zürich wohnen will als etwas ausserhalb, wo sein Arbeitsplatz ist *lol*

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