Warum Du die letzten 5% nicht in Deine Karriere investieren solltest, sondern in Deine Gesundheit

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Ich weiß, ich bin ein Verfechter von Bildung und hohem persönlichem Einsatz, um neben anderen schönen Dingen die sich daraus ergeben, mit einem möglichst hohen Einkommen den Grundstein für Deine persönliche Freiheit zu legen.

Es gibt aber trotzdem eine wichtige Grenze. Und ich sehe, dass Sie sehr viele Menschen überschreiten und dafür einen hohen Preis bezahlen. Nämlich mit Ihrer Gesundheit und damit ultimativ mit Ihrem Leben!


In den Büros, in denen ich früher gearbeitet habe, war ich meistens von intelligenten und gebildeten Kollegen umgeben. Sie hatten viele Jahre in Ihre Ausbildung investiert, um nun der Welt zu zeigen, was in Ihnen steckt. Wunderbar!

Ich sah aber noch etwas anderes. Mitarbeiter, die direkt nach der Uni oft noch fit und sportlich mit mir durch die Office-Flure rannten, waren zehn Jahre später in ärztlicher Behandlung wegen starker Rückenschmerzen oder sonstiger Leiden. Manche bewiesen auch mit Ihrem Körper, dass der Mensch sehr effektiv überschüssige Energie speichern kann; sie waren dick und träge geworden.

Leben und leben lassen ist meine Devise und es liegt mir völlig fern irgend jemanden zu kritisieren. Ich möchte aber über den Grund sprechen, warum diese Menschen Ihren Körper und damit Ihre Gesundheit so vernachlässigt hatten. Sie hatten sich einfach sehr stark auf Ihre Karriere konzentriert und der Rest der eigenen Lebensenergie ging dann für die Familie drauf. Das Sportprogramm, dass es vielleicht irgendwann sogar mal gab, wurde zuerst nur „für das wichtige aktuelle Projekt“ unterbrochen. Das „Unterbrechen“ wurde dann irgendwann zur „Gewohnheit“. Und eine echte Gewohnheit wieder zu ändern, ist ungefähr so schwierig wie Mondraketen zu konstruieren, also lass es erst gar keine werden.

Genau wie viele Bürger nicht wissen oder vergessen Ihr angespartes Vermögen zu investieren, so vergessen Sie im Alltag auch, sich um die wichtigste Person zu kümmern, die Sie im Leben haben. Um sich selbst! Auf den eigenen Körper zu achten, Ihn zu trainieren und sich regelmäßig um Ihn zu kümmern ist eigentlich das Gleiche wie Investieren. Man muss es tun, sonst hat man langfristig extreme Nachteile. Der Beginn ist mühsam, aber nach einigen Monaten ist es zu einer automatisierten Gewohnheit geworden.

Der Effekt einer hohen Sparquote und dem investieren dieses Geldes z.B. in Aktienfonds bedeutet kurzfristig ein Verzicht aber langfristig bringt er Dir Wohlstand und finanzielle Freiheit.

– Der Effekt eines regelmäßigen Sportprogramm ist kurzfristig vielleicht 5% weniger Anwesenheit im Beruf und vielleicht sogar eine verpasste Lohnerhöhung aber langfristig ein unglaubliches mehr an Lebensqualität, Körpergefühl, Gesundheit und sehr wahrscheinlich auch ein mehr an Lebensjahren!

Früher ist der Maschinist mehrmals die Woche Joggen oder Schwimmen gegangen; egal bei welchem Wetter. Das war ein schöner Ausgleich zum Stress im Job oder an der Börse. Vor ein paar Jahren habe ich noch eine deutlich effektivere Sportart kennen gelernt, um glücklich, gesund und schmerzfrei zu bleiben: Kraftsport! Dreimal die Woche für weniger als eine Stunde sehr intensive Grundübungen wie Kniebeugen, Kreuzheben und Klimmzüge wirken Wunder. Es gibt keine Rückenschmerzen, kaum schlechte Laune und auch sonst keinerlei Gefühl des Älterwerdens, obwohl ich mitten im vierten Lebensjahrzehnt bin. Man braucht dazu noch nicht mal Geld ins Fitnessstudio zu tragen, sondern nur eine Langhantel mit Gewichten und ein Squat Rack, dass man sich z.B. in den Keller stellt.

Auch für Frauen ist Gewichtheben eine wunderbare Sache und genau wie beim Investieren haben die Meisten Angst davor. Sie wollen nicht zu breit und muskulös werden. Aber das passiert nur, wenn man illegale Substanzen einnimmt. Und so einen Quatsch würde der Maschinist nie tun, weil er sein zukünftiges Ich nicht betrügen, sondern Ihm Gutes tun will!

Wie beim Investieren, geht es um den langfristig extrem positiven Effekt, der Dir in diesem Fall viele zusätzliche gesunde Lebensjahre und ein mehr an Lebensenergie und Glück schenkt.

Wenn Dein Chef Dich also das nächste Mal um Überstunden bittet, nimmst Du Sie natürlich an. Aber bezahle Dich am nächsten Tag selbst, indem Du zum Beispiel in der Mittagspause oder Abends früher zum Sport gehst. Mach am besten feste Tage und auch Tageszeiten mit Dir selbst aus, die Du wie Deinen Hochzeitstag beachtest und die nur verschiebbar sind, wenn Du einen direkten Ausweichtermin mit Dir selbst ausmachst. Die Gewohnheit, die Du so mittelfristig erzeugst, wird Dir Dein gesamtes Leben lang dienen und sich tausendfach bezahlt machen.

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3 Kommentare auf "Warum Du die letzten 5% nicht in Deine Karriere investieren solltest, sondern in Deine Gesundheit"

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Gast

Moin Maschinist,

erst mal Willkommen in der Finanzblogger-Szene! Schön, dass Du da bist. Ich bin schon gespannt auf weitere Artikel.

Ich kann Dir nur voll zustimmen. Erst kürzlich gab es wieder einen Vorfall bei uns im Büro. Einer Kollegin ist stressbedingt (über viele Jahre) ein Augenlied halb zugefallen und das wird wohl auch so bleiben. Sie kann es selber nicht mehr ganz öffnen. Krass. Die Gute reibt sich wirklich für die Arbeit auf. Wird es ihr gedankt? Nein. Sobald sie wieder im Büro war, wurde sie wieder zugeschüttet mit Arbeit.

Dem Arbeitgeber/den Kollegen kann ich da aber nicht wirklich einen Vorwurf machen. Die Kollegin lässt es ja selber zu. Wir müssen alle selber schauen, dass wir auf unsere Gesundheit achten und auch mal nein sagen können.

Ich versuche jeden Tag zwischen 17 und 18 Uhr das Büro zu verlassen – komme was wolle. Die Zeit mit meinen Lütschen ist immer wichtiger als meine Arbeit. Die 10 Kilometer nach Hause lege ich mit dem Fahrrad zurück. 2-3 Mal die Woche versuche ich es dann auch mein Workout auf die Reihe zu bekommen, morgens vor der Arbeit. Genau wie Du im Home Gym mit wenigen Gewichten und den Trainings-Klassikern.

So werde ich 100 Jahre alt werden 🙂

VG, Nico

Gast

Da kann ich Nicos Erfahrung nur bestätigen. Wer Überstunden macht, von dem wird auch erwartet, dass er in seiner Freizeit einen ausreichenden Ausgleich dafür hat. Und man bekommt noch gesagt, dass man selbst an den Überstunden Schuld ist.

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